Mittwoch, 04. Dezember 2019

Mülltransporte von Italien nach Österreich in vollem Gange

Der Transport von maximal 7000 Tonnen Hausmüll aus Süditalien zur Zöchling Abfallverwertung GmbH Österereich ist bereits voll im Gange. Wie Geschäftsführer Johann Zöchling mitteilte, handle es sich um „laufend eingehenden Hausmüll“ aus einer Aufbereitungsanlage, wo der „Abfall bereits einer Vorbehandlung unterzogen wurde“.

In Italien sind nicht die nötigen Kapazitäten zur Wiederverwertung vorhanden.
In Italien sind nicht die nötigen Kapazitäten zur Wiederverwertung vorhanden. - Foto: © shutterstock

Die Lieferungen würden zu mehr als 90 Prozent auf der Schiene erfolgen.
In der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten werde das Material dann einem Recycling unterzogen. Die wiedergewonnen Metalle würden dem Schrotthandel zugeführt, die vorhandenen Kunststoffe als Ersatzbrennstoff eingesetzt, wurde auf Anfrage mitgeteilt.

Transporte dauern bis Ende 2020

Der Rest werde einem Rotteverfahren unterzogen und in der Deponie „Am Ziegelofen“ zu Müllkompost verarbeitet. Übrig bleiben würden lediglich „kleine Mengen im Umfang von wenigen Massenprozent“, die abgelagert würden. Ende 2020 werden die Transporte nach St. Pölten „vertragsgemäß abgeschlossen sein“, wurde schriftlich übermittelt.

Grund für die Lieferungen sei, dass in Italien nicht die nötigen Kapazitäten zur Wiederverwertung vorhanden seien und als Alternative lediglich die „illegale Entsorgung“ möglich sei. Die Schädigung der Umwelt werde damit in Kauf genommen, betonte die Zöchling GmbH. Zudem sei der Transport nach Niederösterreich kürzer als etwa nach Deutschland oder in die Niederlande.

apa