Donnerstag, 18. August 2016

München: Piloten melden Sichtkontakt mit Fluggerät

Knapp zehn Tage nach der gefährlichen Begegnung zwischen einer Drohne und einem Lufthansa-Airbus hat sich am Münchner Flughafen erneut ein ähnlicher Zwischenfall ereignet. Am Samstag meldeten Piloten zweier Maschinen im Landeanflug Sichtkontakt mit einem Fluggerät, berichtete die Polizei.

Fluggeräte können die Piloten in gefährliche Situationen bringen.
Fluggeräte können die Piloten in gefährliche Situationen bringen. - Foto: © shutterstock

In 1.000 Metern Höhe sei die Drohne den Flugzeugen gefährlich nahe gekommen – in einem Fall auf rund 30 Meter. Eine konkrete Gefährdungssituation habe nicht bestanden, allerdings ermittle man wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Ähnlicher Vorfall in Kärnten

Auch in Österreich hatte zum Wochenbeginn ein Zwischenfall mit einer Drohne für Aufregung gesorgt. In Kärnten kam es am Montag beinahe zur Kollision einer Drohne mit einem Rettungshubschrauber.

Als Reaktion darauf wurden die rechtlichen Regelungen für unbemannte Fluggeräte wieder zum Thema gemacht. Der Luftfahrtrechtsexperte Joachim Janezic forderte etwa verpflichtende Schulungen für Drohnenbesitzer und eine Registrierungspflicht. Im Verkehrsministerium gibt es aktuell Gespräche zu möglichen Anpassungen.

apa/dpa

stol