Samstag, 13. Juli 2019

Münchner CSD: Wieder Wirbel um Partei-Wagen

Bei der Politparade des Christopher Street Days (CSD) in München hat es erneut Wirbel um die Teilnahme der Gruppierung „Lesben und Schwule in der Union“ (LSU) gegeben. Der Wagen der „Interessenvertretung lesbischer, schwuler, bisexueller, trans- und intersexueller Menschen in CDU und CSU“ wurde auf der Paraderoute zweimal blockiert, wie die Polizei mitteilte.

Der Wagen der LSU wurde beim CSD zweimal blockiert.
Der Wagen der LSU wurde beim CSD zweimal blockiert. - Foto: © APA/DPA

Zudem sei ein Wagen der Bundeswehr kurzzeitig blockiert worden.
Nachdem die Polizei die Personen in der Blockade angesprochen hatte, hätten diese freiwillig die Straße verlassen. Später seien sie erneut angetroffen und kontrolliert worden. Man habe Personalien festgestellt und prüfe nun, ob eine Ordnungswidrigkeit vorliege.

Kritik am Umgang der CSU mit Minderheiten

Die Polizei sei „sehr aggressiv“ aufgetreten, sagte der parteilose Oberbürgermeister-Kandidat der Linken, Thomas Lechner. Auf Anfrage äußerte sich die Polizei zu dieser Schilderung nicht.
Schon 2018 war der LSU-Wagen blockiert worden. Damals war die Aktion mit Kritik am Umgang der CSU mit Minderheiten begründet worden.

Dieses Jahr stand der CSD unter dem Motto „50 Jahre Stonewall“. Am 28. Juni 1969 war es in New York nach einer Polizeirazzia in der Bar „Stonewall Inn“ zum Aufstand von Schwulen und Lesben in der Christopher Street gekommen.

dpa

stol