Dienstag, 26. Mai 2020

Mundschutz-Ausstellung: Die Kunst des Bedeckens

Die Vielfalt der Gestaltung von Schutzmasken ist nun im Nationalmuseum in Prag zu sehen. Die Auswahl geht von der Tigermaske über die Mona Lisa bis hin zum Plan der Prager U-Bahn.

Jede Maske erzählt eine besondere Geschichte.
Jede Maske erzählt eine besondere Geschichte. - Foto: © Screenshot
Seit in vielen Teilen der Welt Maskenpflicht herrscht, ist klar: Auch bei der Gestaltung des Mund-Nase-Schutzes sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Das tschechische Nationalmuseum in Prag widmet dieser Vielfalt nun eine eigene Ausstellung. Mira Burianova hat die Ausstellung kuratiert. „Wir haben die Exponate so zusammengestellt, dass jede Maske den Besuchern eine einzigartige Geschichte erzählt, von dem, was andere Menschen in den letzten Wochen und Monaten erlebt haben.“

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Die tschechische Regierung war eine der ersten in Europa, die das Tragen von Masken im öffentlichen Raum zur Pflicht machte. „Eine Maske hat eine besonders starke Geschichte. Der 15-jährige Matej hat sie gemacht. Er ist Autist. Diese Maske zeigt den Plan der Prager U-Bahn.“

Durch die Maskenpflicht entstand quasi über Nacht eine riesige Nachfrage. Im ganzen Land setzten sich Privatleute und Angestellte an die Nähemaschinen, um Nachschub zu produzieren. „Ich arbeite im Krankenhaus und wir hatten zwischenzeitlich gar nichts zu unserer Verfügung im Krankenhaus“, so diese Besucherin. „Dann haben alle mitgemacht und einander geholfen.“

Dieser Akt der Solidarität, so ist man sich im Nationalmuseum sicher, wird in die Geschichte eingehen. Die Ausstellung soll helfen, an daran zu erinnern.

psy