Rückblick: Am 11. Mai 2013 gegen 9 Uhr ist die Mure zwischen Oberwielenbach und Litschbach, oberhalb der Zuggleise, abgegangen, nachdem Wasser in den Hang gedrungen war.In einem herannahenden ÖBB-Korridorzug mit rund 50 Fahrgästen musste die Notbremse gezogen werden.Glücklicherweise konnte der Zug rechtzeitig gestoppt werden. Niemand wurde verletzt.Großes Loch in Rohr gerissenBald nach dem Vorfall wurde bekannt, dass das Wasser, das den Hangrutsch ausgelöst hatte, aus einer defekten Leitung stammte.Die kaputte Druckrohrleitung – mit Wasser aus dem Wielenbach – befindet sich in einem Stollen.Da der Wielenbach ganzjährig über eine sehr konstante Wasserführung verfügt, wird dieses Wasser je nach Bedarf der Produktion zu- oder weggeschaltet. Dies sei gängige Praxis, heißt es.Am Unglückstag war ein Mitarbeiter der Hydros dabei, das Ventil der Wielenbach-Leitung zu schließen. In diesem Moment kam es zu dem Unfall – die Druckleitung explodierte förmlich.In die Leitung wurde ein Loch mit rund einem Meter Durchmesser gerissen. Und dies obwohl das Rohr aus Stahl und einem Zementmantel, der zusätzlich mit Eisenstreben durchzogen war, bestand.Rohr und zwei Ventile sollen zu Gutachter geschickt werdenVincenzo Bixio, ein Gutachter aus Padua, der bereits im Fall Vinschger Zugunglück beauftragt worden war, soll nun die Hintergründe des Vorfalls abklären.Ihm soll das betroffene Rohr – in drei Teilen portioniert – zugeschickt werden.Zudem sollen dem Ingenieur sowohl das betroffene Ventil als auch ein Entlüftungsventil, das sich in unmittelbarer Nähe am Rohr befand, geliefert werden.Denn die Untersuchung des Entlüftungsventils soll nun ergeben, ob dieses möglicherweise defekt war, so den Druckausgleich im Rohr unmöglich machte und schließlich das Rohr zum Bersten brachte.stol