Bei einem Unwetter könne der Kog-Bach zu einem Teufel werden, das habe schon seine Großmutter gesagt. Das Haus der Familie steht schon seit Jahrhunderten dort, doch wohl noch nie kam der Bach dem Gebäude derart nahe. <BR /><BR /><b>Wie schaut es heute, knapp 2 Tage nachdem die Geröllmassen an ihrem Haus vorbei gedonnert sind, daheim aus?</b><BR /><div class="img-embed"><embed id="796799_image" /></div> Günther Schölzhorn: „Es ist eine Katastrohe – seit Freitag sind wir dabei, die Schäden zu beseitigen und den Keller auszupumpen. Dort stand das Wasser gut 2 Meter hoch und noch immer ist alles voller Schlamm. Waschmaschine, Trockner, Gefrierschrank – ja schlichtweg alles, was im Keller stand und gelagert wurde, ist nicht mehr zu gebrauchen.“<BR /><BR /><b>Waren Sie zum Zeitpunkt des Gewitters daheim?</b><BR />Schölzhorn: Nein, meine Frau war allein im Haus, sie ist in den ersten Stock geflüchtet, als das Material Richtung Tal donnerte. <BR /><BR /><b>Ist es das erste Mal, dass das Haus getroffen wurde?</b><BR />Schölzhorn: So extrem war es noch nie, auch wenn es in den vergangenen Jahren schon brenzlige Situationen gab. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="796802_image" /></div> <b>Sie sind selbst Feuerwehrmann. Wie gefährlich ist es am Koggraben zu wohnen?</b><BR />Schölzhorn: Meine Großmutter sagte schon: Bei gutem Wetter können die Kinder dort seelenruhig spielen, bei einem Unwetter kann sich der Bach dort schnell in einen Teufel verwandelt. Und so ist es. Bei einem Gewitter sind wir immer auf der Hut. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="796805_image" /></div> <BR /><b>Was würde es brauchen, um St. Anton und auch Ihr Haus besser zu schützen?</b><BR />Schölzhorn: Das müssen die Fachleute entscheiden, aber es muss etwas getan werden, das sagen wir schon seit 10 Jahren – wir leben bei Unwettern in Sorge. Mut hat mir der Landeshauptmann gemacht, er versprach, dass etwas getan wird.<BR />