Dienstag, 12. Juli 2016

Mure verlegt Pustertaler Straße

Mit dem heftigen Gewitter in der Nacht auf Dienstag war schon gerechnet worden. Als der Regenguss um kurz nach 23 Uhr über Mühlbach und Vintl hereinbrach, waren die Wehrmänner in Alarmbereitschaft. Wenige Minuten später löste sich oberhalb der Staatsstraße eine Mure.

Foto: FF Mühlbach
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Foto: FF Mühlbach

Das betroffene Gebiet liegt in unmittelbarer Nähe zur Mühlbacher Klause, am Eingang des Pustertals: Gegen 23.30 Uhr hatte sich in einem sonst harmlosen Bach so viel Wasser angesammelt, dass das Gewässer Erde und Steinbrocken mit sich riss und sich das gesamte Material über die Pustertaler Staatsstraße ergoss.

Über eine Länge von 50 Metern wurde die Straße von der Mure verlegt. Das Geröll stand rund einen Meter hoch. Insgesamt waren rund 500 Kubikmeter Material auf Straße gedonnert.

Foto: FF Mühlbach

 

6 Bagger im Einsatz

Rund 50 Mann der örtlichen Feuerwehren von Mühlbach und Vintl rückten noch vor Mitternacht zum Einsatz aus. Umgehend wurde die Straße gesperrt. Für den Verkehr war kein Durchkommen mehr. Das blieb über Stunden so: Die ganze Nacht über arbeiteten die Einsatzkräfte daran, mit 6 Baggern und einem Lastkraftwagen, der Material wegbeförderte, die Straße vom Geröll zu befreien und wieder für den Verkehr zu öffnen.

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Foto: FF Mühlbach

 

Autofahrer mit Schutzengel

Ein Pkw-Lenker hatte bei dem Murenabgang besonderes Glück: Sein Auto wurde eingemurt, doch dem Autofahrer gelang es, sich noch rechtzeitig aus seinem Wagen zu befreien. Der Pkw wurde beschädigt, der Lenker kam mit dem Schrecken davon.

Verkehr fließt wieder auf 2 Spuren

Gegen 6 Uhr konnte die Straße einspurig für den Verkehr geöffnet werden. Seit 6.15 Uhr fließt der Verkehr wieder zweispurig. Die Aufräumarbeiten waren am Dienstagmorgen noch im Gange. Der Radweg, der oberhalb der Straße entlangführt, ist weiterhin gesperrt. Eine Holzbrücke wurde arg beschädigt.

Foto: FF Mühlbach

 

stol

stol