Dienstag, 26. Mai 2020

Musikkapellen und Chöre dürfen wieder proben

Die Landesregierung hat beschlossen, Vorgaben zum Schutz vor dem Coronavirus anzupassen. Mehrere Öffnungen sind vorgesehen, vor allem im Bereich Kultur und Sport. So dürfen Musikkapellen und Chöre jetzt wieder proben.Und auch andere kulturelle Tätigkeiten, also Bühnendarbietungen, Filmvorführungen und Aufführungen vor Publikum ab jetzt möglich.

Musikkapellen dürfen wieder proben. Im Bild: Archivbild Musikkapelle Prissian
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Musikkapellen dürfen wieder proben. Im Bild: Archivbild Musikkapelle Prissian
Dabei kommt die 1/10-Regel zur Anwendung, es muss also im Proberaum pro Person zehn Quadratmeter Fläche bereitstehen.

Laser-Fiebermessung Pflicht

Vor den Proben ist eine Laser-Fiebermessung für alle Pflicht. Zwischen den Personen muss ein Sicherheitsabstand von zwei Metern eingehalten werden und sie dürfen sich nicht gegenüberstehen, mit Ausnahme natürlich des Chorleiters oder der Chorleiterin, die dann einen Abstand von drei Metern gegenüber anderen halten müssen. Die Instrumente müssen daheim gereinigt und desinfiziert werden. Jede Person muss vor dem Verlassen des zugeordneten Platzes die Hände desinfizieren und Mund- und Nase bedecken. Wenn möglich, sollten die Proben im Freien abgehalten werden, im geschlossenen Raum müssen Türen und Fenster alle 30 Minuten geöffnet werden.

Bühnendarbietungen und Filmvorführungen sind möglich

Unter Einhaltung strenger Regeln sind laut neuem Landesgesetz kulturelle Tätigkeiten, also Bühnendarbietungen, Filmvorführungen und Aufführungen vor Publikum ab jetzt möglich.

Das sind die Regeln

Bei der Bestuhlung, Personenanordnung und Besetzung der Stühle muss darauf geachtet werden, dass zwischen den Personen, die Mund-Nasen-Schutz tragen, mindestens ein Meter Abstand eingehalten wird. Wenn die Personen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen, muss ein stabiler Abstand von zwei Metern gegeben sein. Der Mindestabstand von einem Meter darf nur unterschritten werden, wenn geeignete Trennwände zwischen den Personen installiert wurden.

In geschlossenen Räumen oder auf abgrenzten Flächen, wo nicht für alle Sitzplätze vorgesehen sind, wird durch die 1/10-Regel (zehn Quadratmeter pro Person) eine Zugangsbeschränkung gemacht. Beim Eintritt und beim Ausgang dürfen die Sicherheitsabstände nicht unterschritten werden, dabei sollen Leit-oder Vormerksysteme und Ordnungspersonen helfen. Vor dem Auftritt bzw. Kontakt mit dem Publikum ist für die Schauspieler und Verantwortlichen die Laser-Fiebermessung Pflicht. Ansonsten gelten die generellen Vorgaben zum Gesundheitsschutz und jene für die Tätigkeiten.

Bei der virtuellen Medienkonferenz am Dienstagnachmittag hat Landeshauptmann Arno Kompatscher noch weitere Neuerungen zu den Sicherheitsvorschriften in der Gastronomie und für Friseure und Kosmetiker bekanntgegeben. So muss zum Beispiel nicht mehr eine FFP2 Maske getragen werden, sondern nur noch eine chirurgische.

lpa