„Ich muss nichts und niemanden retten – nicht die Linke, nicht die Rechte und auch nicht die SVP. Ich habe den Beschluss zurückgezogen, damit für Meran etwas Wichtiges herausgeholt werden kann. Nicht wegen eines Ja oder Neins, sonst hätte die Vertagung keinen Sinn gehabt“, sagt Dal Medico.<BR /><BR />Wann kommt es zum ersten Treffen mit Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider? „Wir haben uns heute (gestern, Anm. d. Red.) gehört und haben vereinbart, uns baldigst zu treffen, aber nicht volle Pulle sprich diese Woche. Denn diese Woche wird sich kein Treffen mehr ausgehen“, sagt Dal Medico. Zudem hatte Vizebürgermeisterin Katharina Zeller verlautbart, dass laut Land bis 11. Dezember eine Entscheidung fallen müsste, weil sonst die 37,5 Mio. Euro Wiederaufbaufonds-Gelder verfallen würden. „Eine Entscheidung innerhalb 11. Dezember hatte der Landesrat in einer E-Mail vom Montag in den Raum gestellt. Aber der Gemeinderat Schenna stimmt meines Wissens erst am 15. Dezember über das Projekt ab“, sagt <b>Bürgermeister Dario Dal Medico</b>.<BR /><b><BR />Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider</b> war gestern in Rom und hat wissen lassen, dass „wir als Land nach wie vor überzeugt sind, dass das Standseilbahnprojekt und die damit verknüpften Mobilitätsprojekte eine Chance für Meran und Umgebung sind“, betont Alfreider. Wenn es demnach für die Gemeindeverwaltung dienlich sei, dass man einzelne Aspekte vertiefe, so sei ihm dies recht „Nichtsdestotrotz braucht es bald eine Entscheidung, da die Projektförderung an einen Zeitrahmen gekoppelt ist“, sagt er. <BR /><BR />Indessen haben die Grünen am Montagabend im Gemeinderat scharfe Kritik an dieser Last-minute-Entscheidung des Bürgermeisters geübt. „Es wurde eiligst und eigens eine Sondersitzung einberufen, die viel Geld kostet und dann heißt es 3 Stunden vorher, es wird vertagt. Was für ein Dilettantismus und was für eine Respektlosigkeit dem Gemeinderat gegenüber“, sagte <b>Toni Ladurner (Grüne). </b><BR /><b><BR />Daniela Rossi (PD)</b> hieb in dieselbe Kerbe. „Diese kurzfristige Vertagung ist respektlos den Gemeinderäten gegenüber, die sich vorbereitet haben“, sagte sie. Dennoch sei sie zufrieden, dass nun auch der Bürgermeister erkannt habe, dass die Standseilbahn alleine keinen Sinn mache. Nur der Umstand, dass Teile der Opposition – wie eben der PD – sich gegen das Projekt ausgesprochen hätten, habe Alfreider bewegt, sich mit der Gemeinde an einen Tisch zu setzen. Sie sei überzeugt, dass das Projekt realisiert werde. <BR /><BR />„Ich weiß nicht, was ich von der Vertagung halten soll“, meinte <b>Sabine Kiem (Team K)</b>. Sie frage sich, wie das vorliegende Projekt verändert werden könne, was nicht bis jetzt schon möglich gewesen wäre. Für <b>Paola Zampieri (Fratelli d’ Italia)</b> war „die Vertagung der Abstimmung über die Standseilbahn ein plumper Versuch, einen Stadtrat zusammenzuhalten, der am Ende ist“. Auch in ihren Augen sei mit dieser eigens einberufenen Sondersitzung Steuergeld vergeudet worden. „Jemand wird hoffentlich dafür vor dem Rechnungshof geradestehen müssen“, meint sie.