Während die Ermittler die entscheidenden Festtagsessen minutiös rekonstruieren, geraten auch die Geschenke ins Visier – insbesondere jene, die an den Vater, ehemaliger Bürgermeister, gingen. Die zentrale Frage bleibt: Wer hat das Gift unbemerkt eingeschleust?<h3> Die drei Mahlzeiten</h3>Unter die Lupe genommen werden die von Antonella Di Ielsi zu Hause zubereiteten Gerichte, die am Abend des 23. sowie zum Mittag- und Abendessen an Heiligabend verzehrt wurden – einmal im Haus ihres Vaters und einmal in dem ihrer Schwiegermutter. Darunter befanden sich auch einige Gerichte, die zunächst an eine Lebensmittelvergiftung denken ließen.<BR /><BR />Die Ermittler durchforsten außerdem jedes Geschenk, das die Familie erhalten hat, insbesondere jene von Gianni Di Vita, Antonellas Ehemann und Saras Vater, ehemaliger Bürgermeister des Ortes: Feinkostkörbe, Marmeladen- und Konfitürengläser. Die Vermutung ist, dass der Täter eines dieser Produkte kontaminiert haben könnte, in dem Wissen, dass es auf dem Tisch an Heiligabend landen würde.<h3> Langsame Vergiftung wird ausgeschlossen</h3>Die Staatsanwaltschaft von Larino geht inzwischen von vorsätzlichem Mord aus. Die Ermittler konzentrieren sich nun mehr denn je auf die genaue Rekonstruktion dieser Mahlzeiten. Laut vom Corriere della Sera zitierten Quellen haben die technischen Gutachter eine langsame Freisetzung des Giftes – Rizin – ausgeschlossen. Dieses Detail verändert die gesamte Bewertung des Falls: Demnach haben Mutter und Tochter das Gift schnell und in größeren Mengen aufgenommen, was zu einer unmittelbaren und verheerenden Wirkung führte.<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/mutter-und-tochter-mit-rizin-vergiftet-vater-und-aeltere-tochter-verhoert" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Vergiftungstod sind in Campobasso am Mittwoch der Vater Gianni Di Vita und die zweite Tochter der Familie, die 19-jährige Alice Di Vita von der Polizei verhört worden.</a>