Die Staatsanwaltschaft von Larino hat neue Sachverständige bestellt, darunter auch den Direktor des Berliner Robert-Koch-Instituts, Christian Herzog. Die deutschen Spezialisten sollen den italienischen Ermittlern dabei helfen, mögliche Spuren von Rizin nachzuweisen – jenem hochgiftigen Stoff, der im Zentrum der Untersuchungen steht.<BR /><BR />Bereits am 29. Juni treffen sich die Gutachter im Giftinformations- und Toxikologiezentrum „Maugeri“ in Pavia zur offiziellen Übernahme ihrer Aufträge. Danach sollen die Experten nicht nur biologische Proben der beiden Verstorbenen erneut unter die Lupe nehmen, sondern auch das Haus der Familie in Pietracatella untersuchen. Dort wollen sie nach bislang unentdeckten Spuren des Giftes suchen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1325613_image" /></div> <BR /><BR />Nach Informationen aus Ermittlerkreisen erhofft sich die Staatsanwaltschaft entscheidende Erkenntnisse aus Deutschland. Denn dort gelten die Methoden zum Nachweis von Rizin als besonders fortschrittlich. Die Experten aus Berlin sollen klären, ob sich Hinweise auf die Verwendung des Giftes finden lassen – und möglicherweise sogar, wie es hergestellt wurde.<BR /><BR />Auch das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) wird in die Untersuchungen eingebunden. Die Ermittler setzen damit auf geballte internationale Expertise, um Licht in einen Fall zu bringen, der seit Monaten viele Fragen aufwirft.<BR /><BR />Ob die neuen Analysen den entscheidenden Durchbruch bringen, bleibt abzuwarten.