Die Kontrolle erfolgte nahe der Mautstelle Bozen Nord, wie aus einer Aussendung der Finanzpolizei hervorgeht. Der mit polnischem Kennzeichen ausgestattete Sattelzug war in Richtung Süden unterwegs. Laut den Transportpapieren sollte es sich bei der Ladung um industrielles Schmiermittel handeln, das von Deutschland nach Süditalien transportiert werden sollte.<h3> Beamte werden stutzig</h3>Bei der Überprüfung der 29 Kunststoffbehälter mit einem Fassungsvermögen von jeweils 1.000 Litern wurden die Beamten allerdings misstrauisch: Die Flüssigkeit wies Eigenschaften auf, die auf Dieselkraftstoff hindeuten – nicht auf industrielles Schmiermittel.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1325769_image" /></div> <BR /><BR />Weitere Ermittlungen ergaben weitere Unstimmigkeiten: Als Empfänger der Ware war eine Firma in Kampanien angegeben, die laut Finanzpolizei im Bereich der Transportvermittlung tätig ist und nicht mit der Lagerung oder dem Verbrauch großer Mengen von Industrieprodukten in Verbindung steht.<h3> Verdacht der Steuerhinterziehung in Höhe von rund 17.000 Euro</h3>Zudem konnte der polnische Fahrer die in Italien vorgeschriebenen Papiere für den Transport von Schmiermitteln nicht nachweisen. Die Beamten gehen daher laut Aussendung von einem mutmaßlichen Versuch von Steuerhinterziehung aus. Der mögliche Steuerschaden wird auf rund 17.000 Euro geschätzt.<BR /><BR />Beschlagnahmt wurden sowohl der Sattelzug als auch die Ladung von insgesamt 23.040 Kilogramm beziehungsweise rund 27.600 Litern des mutmaßlichen Dieselkraftstoffs. Sichergestellt wurden außerdem drei Mobiltelefone sowie die Transportdokumente.<BR /><BR />Der Fahrer wurde auf freiem Fuß angezeigt. Für ihn gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.