Im Zentrum der Ermittlungen steht eine Wohnung in einem vierstöckigen Mehrparteienhaus im Norden von Kitzbühel. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/zwei-leichen-in-kitzbuehel-entdeckt-landeskriminalamt-ermittelt" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(STOL hat berichtet)</a><BR /><BR /> Dort entdeckten Einsatzkräfte am Dienstag gegen 13.30 Uhr die Leichen einer 48-jährigen Einheimischen und ihres fünfjährigen Sohnes. Rasch stand fest, dass sich die Mutter das Leben genommen hat. Vermutlich nicht nur ihr Leben. <BR /><BR />Personen aus dem Umfeld der 48-jährigen Kitzbühlerin haben am Dienstag Alarm geschlagen. „Weil die Frau länger nicht mehr erreichbar war“, erklärt Tersch. Minuten später trafen Polizeibeamte, der Notarzt, mehrere Sanitäter und das Kriseninterventionsteam in der Siedlung ein. In einer Wohnung im ersten Stock entdeckten die Einsatzkräfte die leblosen Körper des Kindes und der Mutter. Für beide kam die Hilfe zu spät. Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen, Spurenexperten durchsuchten stundenlang die Wohnung. Am späten Nachmittag war das erschütternde Bild schon deutlich klarer.<h3> Obduktion am Mittwoch</h3>Die am Mittwoch bei dem Buben durchgeführte Obduktion konnte noch keinen Aufschluss darüber gegeben, auf welche Art und Weise er getötet wurde. Es seien „keine sichtbaren Zeichen einer Gewalteinwirkung“ festgestellt worden, teilte das Landeskriminalamt am Mittwoch mit. Nun seien „weitere histologische und toxikologische Untersuchungen“ erforderlich.<BR /><BR />Man gehe aber weiter davon aus, dass die Mutter den Buben getötet hatte, sagte LKA-Leiterin Katja Tersch zur APA nach Feststehen des Ergebnisses der an der Innsbrucker Gerichtsmedizin durchgeführten Obduktion. Die Tat sei jedenfalls im Laufe des Montags verübt worden. Anschließend habe die Frau Suizid begangen. Bei ihr wurden im Zuge der Obduktion keine Anzeichen einer Fremdeinwirkung festgestellt. Bereits am Dienstag hatten die Ermittler Entsprechendes kundgetan und waren von einer Selbsttötung ausgegangen.<BR /><BR />Es sei nunmehr jedenfalls klar, dass der Fünfjährige weder erschossen, noch erstochen noch erwürgt wurde, erklärte Tersch. Auf die Frage, ob man nunmehr von einer möglichen Vergiftung durch die Mutter ausgehen müsse, antwortete die Kriminalistin: „Das muss geprüft werden.“ Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen erst in ein paar Wochen vorliegen.<BR /><BR />Das genaue Motiv für die Tötung des Kindes blieb indes ebenfalls weiter unklar. Diesbezüglich verwies Tersch auf laufende Ermittlungen, vor allem im Umfeld der 48-Jährigen. Herausgefunden wurde indes, dass der letzte telefonische Kontakt der Frau mit ihrem Freundes- und Bekanntenkreis am Sonntag stattgefunden hatte.<BR /><BR />Der Fund der Leichen am Dienstag gegen 13.30 Uhr hatte einen Großeinsatz zur Folge. Neben Ermittlern und Spurenexperten des LKA waren auch ein Rettungsteam samt Einsatzleitung und das Kriseninterventionsteam an Ort und Stelle.<BR /><BR />Der Fall in Kitzbühel weckte unterdessen Erinnerungen an eine offenbar ähnliche Tat im steirischen Leoben Ende Jänner. Eine dabei tatverdächtige 39-jährige Mutter, die sich derzeit in Untersuchungshaft befindet, gestand mittlerweile, ihren elfjährigen Sohn in ihrer Wohnung mit einem Messer getötet zu haben.<BR /><h3> Bei Suizidgedanken oder Krisensituationen: Holen Sie sich Hilfe!</h3>Im akuten Notfall: Notrufnummer 112<BR /><BR />Bei psychischer Belastung:<BR /><BR />Psychologisches Krisentelefon 24/7: Grüne Nummer 800 101 800 (richtet sich sich hauptsächlich an Menschen in existenziellen Krisensituationen) zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar<BR /><BR />Für jungen Menschen: Young+Direct: Montag bis Freitag (14:30 - 19:30 Uhr) telefonisch erreichbar unter 0471 155 1 551 - zu den gleichen Zeiten auch per WhatsApp Chat : 345 0817 056 - oder per Mail: online@young-direct.it<BR /><BR />Psychologische Dienste (zu Bürozeiten)<BR />Bozen: 0471 435001<BR />Meran: 0473 251960<BR />Bruneck: 0474 586220<BR />Brixen: 0472 813100<BR /><BR />Caritas Telefonseelsorge<BR />Telefon: 0471 052 052 (rund um die Uhr)<BR />www.telefonseelsorge.bz.it<BR />Mailberatung: rund um die Uhr<BR />Chatraum: Mo bis Do von 18 bis 21 Uhr<BR /><BR />Erste Hilfe im Krankenhaus (Bozen, Meran, Brixen und Bruneck) : Psychiatrischer Bereitschaftsdienst rund um die Uhr<BR /><BR />Weitere Anlaufstellen für betroffene Menschen und Angehörige:<BR />www.suizid-praevention.it & www.dubistnichtallein.it