Zwei Verdächtige, ein 55-jähriger Österreicher und dessen 53-jähriger Bruder, waren bereits im Juni festgenommen worden. Sie sind nicht geständig.<BR /><BR />Seit mehreren Monaten hatte das Tiroler Landeskriminalamt dazu unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen des Verdachts zweier Tötungsdelikte ermittelt, hieß es. In diesem Zusammenhang waren die beiden Tatverdächtigen bereits vor dem tatsächlichen Fund der beiden Leichen festgenommen worden. Die beiden Männer sind in den Justizanstalten in Innsbruck bzw. Salzburg in Untersuchungshaft.<h3> Frau und Tochter von Verwandtem abgängig gemeldet</h3>Es handle sich dabei um einen „besonderen Fall“, sagte Landespolizeidirektor Helmut Tomac am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz. Die Abgängigkeit der Mutter und ihrer Tochter war vom in Deutschland wohnhaften Cousin der Frau gemeldet worden. Daraufhin berichtete der 55-jährige nunmehr Tatverdächtige, ein Arbeitskollege der 34-Jährigen – zwischen ihnen habe auch ein privates Naheverhältnis bestanden -, dass diese sich mit ihrem Kind auf eine längere Reise begeben habe. In weiterer Folge wurde auch deren Bankomatkarte mehrfach auch im Ausland verwendet.<BR /><BR />Aufgrund verdächtiger Umstände wurde indes intensiv auch international ermittelt. Schlussendlich erhärtete sich der Tatverdacht gegen den 55-Jährigen, berichtete Landeskriminalamtsleiterin Katja Tersch. Die Bankomatkarte dürfte von dessen Bruder verwendet worden sein. Schließlich habe der 55-Jährige ein Unfallgeschehen und das Verstecken der Leichen eingeräumt. Am Freitag wurden schließlich die Leichen der beiden weiblichen Opfer in einer Wohnung hinter einer eigens aufgestellten Rigipswand gefunden. „Die Todesursache ließ sich aufgrund des Verwesungszustandes der Leichen nicht feststellen“, so Tersch.<h3> Verdacht einer geplanten Tat</h3>Der genaue Tathergang habe noch nicht geklärt werden können, sagte Staatsanwaltschaftssprecher Hansjörg Mayr. Indizien wie das vorherige Beschaffen einer Kühltruhe, in der die beiden Leichen aufbewahrt worden waren, legten jedoch offenbar den Verdacht einer geplanten Tat nahe. Auch habe der Hauptbeschuldigte offenbar nach dem Verschwinden der Frau Gegenstände aus der Wohnung des Opfers über eine Online-Plattform verkaufen wollen. Die Ermittlungen seien jedoch noch nicht abgeschlossen.