Um Medienandrang zu vermeiden, wurden sie über einen Nebeneingang in die Polizeizentrale gebracht. Bereits in den vergangenen Tagen hatten die Ermittler rund 20 Personen aus dem Umfeld der Familie vernommen. Die beiden Frauen waren kurz nach Weihnachten zunächst mutmaßlich an den Folgen einer Lebensmittelvergiftung gestorben. <BR /><BR />Inzwischen geht die Staatsanwaltschaft jedoch davon aus, dass sie mit Rizin vergiftet wurden. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen wurde die zunächst diskutierte Theorie einer langsamen Freisetzung des Giftes inzwischen ausgeschlossen. <BR /><BR />Für diese Woche ist zudem ein neuerlicher Ortstermin im weiterhin beschlagnahmten Wohnhaus der Familie in Pietracatella in der Provinz Campobasso geplant. Die Ermittlungen konzentrieren sich unter anderem auf mögliche Spuren eines Online-Kaufs der Substanz. Die Befragungen von Angehörigen und Bekannten werden fortgesetzt. <BR /><BR />Beide Patientinnen hätten nahezu identische Symptome gezeigt, die sich im gleichen Zeitraum entwickelt hätten. Rizin gilt als äußerst seltenes Gift. Ein spezifisches Gegenmittel existiert nicht. Selbst bei schneller Diagnose hätte es kaum Behandlungsmöglichkeiten gegeben, sagten Mediziner. Bereits kleinste Mengen können tödlich sein.