Mittwoch, 15. März 2017

Muttermörder Tolpeit: Freispruch und Sicherheitsverwahrung

Vor einem Jahr wurde Irma Denicolò (87) erstochen in St. Lorenzen aufgefunden. Ermordet vom eigenen Sohn. Cleto Tolpeit hat den Mord schon lange gestanden. Heute hat das Gericht das Urteil in dem Mordfall gefällt.

Tolpeit vor der Urteilsverkündung. - Foto: DLife
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Tolpeit vor der Urteilsverkündung. - Foto: DLife

Der Mord an Irma Denicolò (87) geht auf den 24. Januar 2016 zurück. An diesem Wintertag soll ihr Sohn, Cleto Tolpeit, 45 Jahre alt, die ältere Frau mit 20 Messerstichen in St. Lorenzen ermordet haben. Kurz nach der Tat wurde Tolpeit verhaftet. Er gestand, den Mord begangen zu haben.

Cleto Tolpeit und seine Mutter Irma Denicolò

Heute entschied Richter Walter Pelino über den Mordfall: Tolpeit wurde freigesprochen. Schon bald nach dem Gewaltverbrechen kam Gerichtsgutachter Fabio Bonadiman zum Schluss: Tolpeit ist nicht zurechnungs- und damit auch nicht schuldfähig. Das Gericht folgte dieser Argumentation.

Laut dem Gutachter leidet Tolpeit an einer schizophrenen Persönlichkeitsstörung samt psychischer Dekompensation. Tolpeit könne für die Tat nicht zur Verantwortung gezogen werden. Er wird aber als gemeingefährlich eingestuft und muss deswegen für 16 Jahre in die Sicherheitsverwahrung nach Pergine. 

Dort wird Tolpeit seit Ende September in der Einrichtung für die Vollstrekung von Sicherheitsmaßnahmen (REMS) behandelt. 

stol/D

stol