Sonntag, 10. Mai 2020

Muttertag im Zeichen des Coronavirus

Am zweiten Sonntag im Mai wird traditionell der Muttertag gefeiert. Der diesjährige Tag zu Ehren aller Mütter fällt dabei in eine Zeit der Krise und Unsicherheit – das neuartige Coronavirus hält die Welt weiter fest im Griff. STOL hat sich umgehört, wie in Südtirol dieser spezielle Muttertag gefeiert wird.

Der diesjährige Muttertag findet unter ganz speziellen Rahmenbedingungen statt.
Der diesjährige Muttertag findet unter ganz speziellen Rahmenbedingungen statt. - Foto: © APA / BARBARA GINDL
Der Muttertag wird traditionell am zweiten Sonntag des Monats Mai gefeiert. Während sich die Ursprünge dieses Ehrentages bis in die Antike zurückverfolgen lassen, geht der neuzeitliche Brauch auf die Initiative der us-amerikanischen Methodistin Anna Marie Javis zurück, die ihrer verstorbenen Mutter gedachte. Sie wiederholte diese Ehrdarbietung und setzte sich für die Anerkennung des zweiten Sonntags im Mai als Ehrentag für alle Mütter ein.

Der Muttertag 2020 steht ganz im Zeichen der Coronapandemie, den Einschränkungen und dem Verzicht. Vielen bietet dieser besondere Tag aber auch Anlass, sich bei allen Frauen und Männern, Müttern und Vätern, zu bedanken – für die Solidarität und die Hilfsbereitschaft.

Südtirol feiert seine Mütter

STOL hat sich schon vorab umgehört, wie die Südtiroler den diesjährigen Muttertag unter diesen ganz besonderen Vorzeichen feiern werden:

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Bischof Ivo Muser ging bei der heiligen Messe im Bozner Dom in seiner Predigt auf die Rolle der Frauen und Mütter in der Gesellschaft ein: „Ich verstehe den Muttertag nicht als ein jährliches Ritual, dem man nicht entkommt und das man auch als Alibi gestalten kann, sondern als ein Bekenntnis dazu, was Frauen und Mütter täglich für uns bedeuten und tun.“ Mutter sein bedeute mehr, als einem Kind das Leben zu schenken: „Mutter sein hört auch dann nicht auf, wo die notwendige Loslösung vom Kind und das notwendige Freigeben des Kindes einsetzen müssen.“



Mit einer live gestreamten Feier aus der Waldkirche in Lichtenstern bedankte sich auch Toni Fiung am Muttertag ubei allen Müttern und Vätern im Land. Südtirols Familienseelsorger und geistlicher Rektor des Hauses der Familie verwies auf die Wichtigkeit von Frauen und Männern, die sich um andere kümmern. Besonders in diesen Monaten der Corona-Krise würde deutlich, wie wichtig funktionierende Familien für die Gesellschaft sind.



stol