Dienstag, 20. Februar 2018

Mysteriöse Suchaktion in San Lugano

Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurden die Rettungskräfte am Montag gegen 16.30 Uhr in San Lugano im Gemeindegebiet von Truden gerufen.

Die Rettungskräfte, darunter auch die Bergrettung Unterland, und der Rettungshubschrauber Pelikan 1 suchten 4 Stunden nach einem vermeintlichen Unfallopfer. Ohne Ergebnis.
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Die Rettungskräfte, darunter auch die Bergrettung Unterland, und der Rettungshubschrauber Pelikan 1 suchten 4 Stunden nach einem vermeintlichen Unfallopfer. Ohne Ergebnis.

Einen Knall und einen lauten Hilfeschrei: Das war es, was am Montag gegen 16.15 Uhr zwei Personen unabhängig voneinander hörten, eine dieser Personen befand sich im Wald, die andere Person auf der anderen Seite des Gebietes weiter unten im Dorf.  

Beide Männer alarmierten erschrocken die Rettungskräfte und schilderten, was sie gehört hatten und woher sie glaubten, dass der Schrei und der Knall kamen. Unverzüglich begaben sich die Freiwilligen Feuerwehren von Truden und San Lugano, die Carabinieri von Truden, das Weiße Kreuz von Neumarkt, Beamte der Forstwache und die Bergrettung Unterland in das waldige und schneebedeckte Gebiet oberhalb von San Lugano, um nach einem vermeintlichen Unfallopfer zu suchen.

Pelikan 1 an Suche beteiligt

Alarmiert wurden auch die Hundestaffel und der Rettungshubschrauber Pelikan 1, der das Gebiet für rund 40 Minuten überflog und nach möglichen Indizien für einen Unfall Ausschau hielt. Ausgegangen wurde von einem möglichen Felssturz, der den Knall verursacht haben und Personen verletzt haben könnte.

Insgesamt standen 25 Mann im Einsatz, berichtete Christian Olivo von der Bergrettung Unterland gegenüber STOL. Im Zuge der Suchaktion klapperten die Feuerwehrmänner alle Häuser in San Lugano ab, um nachzufragen, ob jemand vermisst sei oder ob sich jemand verletzt habe. Ohne Ergebnis. Auch die Krankenhäuser wurden angerufen, um zu überprüfen, ob sich vielleicht jemand selbst eingeliefert habe oder ein Verletzter gebracht worden sei. Auch hier gab es keine Hinweise.

Keine Spur von einem möglichen Unfallopfer

Trotz 4-stündiger intensiver Suche wurde niemand gefunden, es gab keine Spuren im Schnee, keine Hinweise auf ein Unglück. 

Die Suche wurde dann gegen 20 Uhr eingestellt, nachdem die Einsatzleitung alle erdenklichen Eventualitäten und Tatsachen überprüft hatte. Es liegt keine Vermisstenmeldung vor, es gab keinen Felssturz, es gibt keinen Verletzten. 

Abschließend erklärt Bergretter Olivo, dass es sich möglicherweise auch nur um einen dummen Streich gehandelt haben könne, da einfach nichts, rein gar nichts auf ein Unglück hinweist. Ein teurer und gefährlicher „Spaß“, falls diese Vermutung stimmen sollte.

stol/vs

stol