Montag, 03. Januar 2022

Mysteriöser Corona-Ausbruch auf Forschungsstation in der Antarktis

Isoliert und trotzdem infiziert: Auf der Prinzessin-Elisabeth-Polarstation in der Antarktis ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Noch bis zum 12. Jänner müssen 25 belgische Forscher dort in Quarantäne ausharren.

Das Coronavirus hat auch den entlegensten Winkel der Erde erreicht.
Das Coronavirus hat auch den entlegensten Winkel der Erde erreicht. - Foto: © APA (AFP/Feature) / JOHAN ORDONEZ
Wie diverse Medien berichten, haben sich rund 2 Drittel der Forschenden auf der Station in der Antarktis mit dem Coronavirus infiziert. Das ganze Team befindet sich daher nun bis 12. Jänner in Quarantäne, 5 Forscher sind aktuell auf einer Expedition.

Der erste Coronafall unter den komplett geimpften Forschern wird bereits auf den 14. Dezember zurückdatiert. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Team seit einer Woche in der Forschungsstation. Obwohl der Infizierte sofort isoliert wurde, hatte er offenbar schon weitere Teammitglieder infiziert. 3 Forscher wurden am 23. Dezember per Flugzeug evakuiert.

Virus von Südafrika eingeschleppt


Trotz strenger Sicherheitsvorkehrungen haben die Forscher das Virus wohl bei der Anreise aus Südafrika eingeschleppt. Da in dem Land mittlerweile rund 99 Prozent aller Coronafälle auf die Omikron-Variante zurückzuführen sind, dürfte es sich bei dem Cluster auf der Polarstation wohl auch um Omikron handeln.

Wie Pierre De Vuyst in „Le Soir“ berichtet, mussten sich die Forscher in Belgien 2 Stunden vor ihrer Abreise nach Südafrika einem PCR-Test unterziehen. In Kapstadt angekommen folgten 10 Tage Quarantäne sowie ein weiterer PCR-Test. Selbst bei einem Test 5 Tage nach der Ankunft auf der Forschungsstation waren alle Teammitglieder negativ.

Trotzdem hat sich nun der Großteil des Teams mit dem Virus infiziert. Bisher sei aber noch niemand schwer an Covid-19 erkrankt. „Die Situation ist nicht dramatisch“, erklärte Joseph Cheek, ein Projektleiter der International Polar Foundation, im Gespräch mit der BBC.

Die Arbeit auf der Forschungsstation werde nicht wesentlich beeinträchtigt und trotz des Angebotes am 12. Jänner abreisen zu können, hätten die meisten Forscher den Wunsch geäußert zu bleiben und die Arbeit fortzusetzen.

Die ersten Corona-Fälle auf dem Kontinent Antarktis hatte es schon vor über einem Jahr - im Dezember 2020 gegeben.


stol

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