Vom dem Moment an, als Aaron Engls Leichnam auf der Wieseralm aufgefunden wurde, entschieden sich die Fahnder, sich auf keine Hypothese festzulegen und in alle Richtungen zu ermittlen. Das Szenario, das sie vorgefunden hatten (wir berichten), hätte sowohl zu einem Unfall als auch zu einem Suizid oder zu einem Gewaltverbrechen passen können. Klarheit konnten demnach nur weitere Ermittlungen und forensische Untersuchungen bringen.<BR /><BR />Nicht einmal, ob Aaron Engl durch die Verletzung durch die Motorsäge getötet wurde oder ob er möglicherweise vorher schon tot war und von einer anderen Person an den Fundort gebracht worden war, konnte anfangs mit Bestimmtheit festgestellt werden. Dazu musste das Ergebnis der Autopsie abgewartet werden. Gestern hat der damit beauftragte Rechtsmediziner der ermittelnden Staatsanwältin Federcia Iovene seine Erkenntnisse unterbreitet. <h3> Nur biologische Spuren des Todesopfers festgestellt</h3>Wie es in der Aussendung der Staatsanwaltschaft hieß, könne laut bisherigen Erhebungen davon ausgegangen werden, dass der Tod von Aaron Engl auf die Wunde am Kopf – bzw., wie berichtet, am Hals – zurückzuführen sein, die durch die neben dem Leichnam gefundene Motorsäge verursacht worden ist. „Es liegen allerdings – auch unter Berücksichtigung der am Fundort gemachten Feststellungen und sichergestellten Spuren – keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor. An der Motorsäge sind biologische Spuren gesichert worden: Diese sind ausschließlich auf das Todesopfer zurückzuführen“, wird in der offiziellen Mitteilung unterstrichen. Es werde daher vermutet, dass der Tod von Aaron Engl durch dessen eigenes Handeln verursacht worden sei. <BR /><BR />Damit ist der Fall für die Staatsanwaltschaft aber keinesfalls abgeschlossen. Wie betont wurde, laufen die Ermittlungen weiter. Die Ergebnisse der kriminaltechnischen Untersuchung an Aaron Engls Geländewagen, mit der die Forensiker des RIS aus Parma betraut wurden, liegen nämlich noch nicht vor. Ungeklärt scheint vorerst auch, ob die Aussage eines Zeugen, der gesehen haben wollte, wie ein anderes Auto dem Geländewagen gefolgt sei, den Tatsachen entsprechen.