Donnerstag, 04. Juni 2020

Nach 3 Monaten Alptraum: Neustart für Codogno

Die lombardische Kleinstadt Codogno, in der am 20. Februar der erste Covid-19-Infizierte Italiens gemeldet worden war, erwacht zu neuem Leben. Die 50.000-Einwohner-Stadt südlich von Mailand, die Ende Februar zur Sperrzone erklärt worden war, drei Wochen bevor in ganz Italien die Ausgangssperre verhängt wurde, feierte nun die Wiedereröffnung der Notaufnahme des lokalen Spitals.

Der Albtraum begann für Codogno am 20. Februar, als der „Patient 1“, Mattia Maestri, positiv auf das Covid-19 getestet wurde. Jetzt kehrt das Leben wieder zurück.
Der Albtraum begann für Codogno am 20. Februar, als der „Patient 1“, Mattia Maestri, positiv auf das Covid-19 getestet wurde. Jetzt kehrt das Leben wieder zurück. - Foto: © ANSA / Francesca Brunat
Die Notaufnahme des Krankenhauses von Codogno war am 20. Februar geschlossen worden, nachdem hier der italienische „Patient 1“ eingeliefert worden war.

Die Schließung der Nothilfe hatte für Italien der Beginn der Epidemie bedeutet, berichtete Francesco Passerini, Bürgermeister der Kleinstadt, die zum Symbol der Coronavirus-Epidemie mit über 33.000 Todesopfern in Italien geworden ist.

Der Albtraum begann für Codogno am 20. Februar, als der „Patient 1“, Mattia Maestri, positiv auf das Covid-19 getestet wurde. Wie sich der „Patient 1“ infiziert hat, ist drei Monate nach Ausbruch der Epidemie immer noch ein Rätsel. Am 20. Februar war noch niemand in Europa offiziell an Covid-19 erkrankt. Die Erkrankung des 38-jährigen, sportlichen Managers, der mehrere Tage mit dem Tod kämpfte, weckte bei den Ärzten erstmals den Verdacht, dass er sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben könnte. Diese Entdeckung hat vielen Menschen das Leben gerettet.

Am Dienstag besuchte der italienische Staatschef Sergio Mattarella die Stadt und legte einen Blumenkranz im lokalen Friedhof nieder.

dpa/stol