Montag, 07. September 2020

Endlich wieder Schule: Nach einem halben Jahr zurück in die Klassen

Es geht wieder los: Nach 3 Monaten Lockdown und 3 Monaten Sommerpause kehren die Schüler wieder zurück in die Klassenzimmer. Auch Südtirols Kindergärten öffnen am heutigen Montag.

Nach 3 Monaten Lockdown und 3 Monaten Sommerpause kehren die Schüler wieder zurück in die Klassenzimmer. Im Bild: Grundschüler in Bozen am Montag.
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Nach 3 Monaten Lockdown und 3 Monaten Sommerpause kehren die Schüler wieder zurück in die Klassenzimmer. Im Bild: Grundschüler in Bozen am Montag. - Foto: © DLife
Für 91.797 Kinder öffnen sich am heutigen 7. September nach 6 Monaten wieder die Schultore: 66.598 Kinder und Jugendliche besuchen einen deutschsprachigen Kindergarten oder eine deutschsprachige Grund-, Mittel-, Ober- oder Berufsschule. Das sind etwa 1000 Kinder mehr als im Vorjahr. 3094 Kinder und Jugendliche besuchen ladinische Bildungseinrichtungen und 22.105 Kinder und Schüler – 426 weniger als im Vorjahr – italienische Kindergärten und Schulen.

Die Vorfreude bei Schülern, Eltern und Lehrern ist groß, aber es machen sich auch Sorgen vor steigenden Infektionen oder einer neuerlichen Schulschließung breit. Wie geht es Ihnen? Stimmen Sie ab.



Digitalisierung ist vorangeschritten

„Sehr gespannt, aber auch etwas nervös, ob die Planungen vor Ort gut greifen werden“, blickt Bildungsdirektor Gustav Tschenett dem Schulbeginn entgegen. Grundsätzlich sei sein Gefühl aber positiv, „weil die Schulen sehr intensiv und gut planen“. Einen zweiten Lockdown wünscht auch er sich nicht mehr.

„Ich hoffe, dass man klassenbezogen, schulbezogen, eventuell auch bezirksbezogen reagiert und keine vollständige Schließung mehr kommt.“ Die Variante „Rot“ gebe es zwar, in der Hoffnung, dass man sie nie brauche, „aber dort sehen wir einen Notdienst vor, den es hoffentlich immer geben wird“, so Tschenett. Gerade was die Digitalisierung betrifft, habe der Lockdown durchaus Entwicklungen beschleunigt. Dass die leichte Stundenreduzierung sich nachteilig auswirke, glaubt er nicht. „Lehrer haben bereits bisher Schwerpunkte gesetzt. Das werden sie auch jetzt tun. Man wird sehen, dass Sorgen vor zu wenig Unterricht unbegründet sind.“

„Machen wir gemeinsam das Beste daraus!“

Bildungslandesrat Philipp Achammer schwörte am Montagmorgen die Schulgemeinschaft mit folgenden Worten auf das neue, sehr spezielle Schuljahr ein:

„Heute beginnt das neue Kindergarten- und Schuljahr - endlich, nach über 6 Monaten, gehören die Kindergarten- und Schulräume wieder den Kindern und Jugendlichen!

Wir haben in den vergangenen Wochen viel gearbeitet, damit wir sicher starten und einen erneuten Bildungslockdown unter allen Umständen verhindern können. Weil unsere Kinder und Jugendlichen die Stunden in Präsenz, die sozialen Kontakte, wichtige Bezugspersonen ganz dringend brauchen!

Nun aber sind WIR alle gemeinsam gefragt: Mehr denn je muss dies ein Jahr sein, in dem Ausgleich und Respekt gelebt wird. Die Sicherheitsmaßnahmen sind notwendig und vertretbar - setzen wir sie mit Hausverstand um anstatt die Konfrontation zu suchen.

Auch wenn dies heute ein für viele ungewohnter Beginn ist - machen wir gemeinsam das Beste daraus!“




wib/stol

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