Die Spur vom Soldaten Guido Manica (aus Castellano, einem Ortsteil von Villa Lagarina) ging Ende 1942 verloren. Seitdem ist auch er, wie Hunderttausende von Soldaten, an der Ostfront verschollen. <BR /><BR />Manica war ein 28 Jahre junger Vater, als er im September 1942 in den Krieg ziehen musste und 2 kleine Mädchen zu Hause zurückließ: Onorina, 2 Jahre alt, und Rita, die gerade geboren worden war. <BR /><BR />Eines Tages hörte er auf zu schreiben. Seine Frau schickte ihm Dutzende von Briefen, aber er antwortete nicht mehr. 81 Jahre lang war jede Spur von ihm verloren gegangen, bis – wie die Tageszeitung „Il Corriere del Trentino“ berichtet – Alberto Pedrotti aus Trient in den vergangenen Tagen in einem Buch einen Brief fand, den Guido Manica am 12. Dezember 1942 von der Front abgeschickt hatte, abgestempelt und nie zugestellt.<h3> Wie kommt der Brief ins Buch?</h3> Es ist nicht klar, wie der Brief in dieses Buch gelangt ist. Onorina, die heute 83 Jahre alt und Großmutter ist, ließ sich daher in den letzten Tagen mit großer Rührung das Schreiben ihres Vaters überbringen. <BR /><BR />„Liebste Tochter Onorina“, schrieb der Vater, „empfange viele Küsse von deinem Vater, der so weit weg ist, sei lieb und gehorche deiner Mutter und deinem Großvater. Gib deiner kleinen Schwester viele Küsse und bete für mich zum lieben Gott, dass er mich gesund erhält und ich euch eines Tages wieder umarmen kann.“<BR />