Montag, 10. Dezember 2018

Nach Ancona: Weitere Pfefferspray-Attacken gemeldet

Nach der Massenpanik in einer Diskothek nahe Ancona, die angeblich von Reizgas ausgelöst wurde, sind am Montag in Italien weitere Pfefferspray-Attacken gemeldet worden.

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In einer Schule in der lombardischen Stadt Pavia wurde Pfefferspray vor Beginn der Sportstunde gesprüht. 30 Schüler mussten ärztlich behandelt werden. Die Polizei ermittelt.

Innenminister Matteo Salvini hat unterdessen mit harten Strafen bei Missbrauch von Pfefferspray gedroht. In solchen Fällen sollte es zu Festnahmen kommen, auch wenn Reizgas von Minderjährigen verwendet werde, sagte Salvini laut Medienangaben vom Montag.

„Pfefferspray hat viele Frauen vor Vergewaltigungen gerettet, doch Reizgas muss auf intelligente Weise verwendet werden“, betonte Salvini.

In der Nacht auf Sonntag sprühte ein 21-Jähriger Pfefferspray in einer Diskothek in Mariano Comense nahe Como. Er berichtete, er habe sich vor einem Angriff verteidigt, was die Polizei nicht bestätigen konnte. Bildungsminister Marco Bussetti sagte, der Vorfall in der Schule von Pavia sei unannehmbar. „Es wird zu strengen Maßnahmen kommen“.

apa

stol