Donnerstag, 27. August 2020

Nach Angriff auf Carabiniere: Zweiter Bär wird gesucht

Nachdem der Carabiniere Diego Balasso am Samstagabend von einem Bären in der Ortschaft Andalo im Trentino attackiert und schwer verletzt worden ist, wird nach einem 2. Tier gesucht, das laut den Behörden Menschen angreifen könnte. Der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti erließ eine Anordnung, mit der der Bär eingefangen werden soll.

Minutenlang ließ der Bär nicht von Diego Balasso ab und verletzte ihn schwer.
Minutenlang ließ der Bär nicht von Diego Balasso ab und verletzte ihn schwer.
Der Bär, der Balasso angegriffen hatte, war am Samstag eingefangen worden und befindet sich in einem gesicherten Gehege im Tierpflegezentrum Casteller. Das Tier ist zweieinhalb Jahre alt.



Der Bär hatte Balasso in einem Wald unweit eines Campingplatzes angegriffen. Im Interview mit dem Online-Portal „L'Adige“ schilderte der Carabiniere den Kampf um Leben und Tod. Und zeigte erstmals Bilder der tiefen Verletzungen, die ihm das Bärenmännchen zugefügt hatte ( STOL hatte berichtet).

Braunbären sorgen immer wieder für Aufregung im Trentino. Der bekannte Problembär M49 war im Juli aus dem Tierpflegezentrums Casteller ausgebrochen. Vergangene Woche hat er sein Funkhalsband abgestreift und kann deshalb aktuell nicht mehr lokalisiert werden.

Tierschützer protestierten gegen Fugattis Anordnung, den 2. Bären in Andalo einzufangen. Im Trentino leben rund 90 Bären in freier Wildbahn. Immer wieder dringen sie, wie in den Videos zu sehen, in Wohngebiete ein oder attackieren Nutztiere.

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Im Rahmen eines von der EU geförderten Projekts waren im Jahr 1999 ein Dutzend Bären aus Slowenien in die Region gebracht und ausgesetzt worden.

apa/pho

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