So wurden laut der italienischen Tageszeitung „Alto Adige“ entlang der Gefängnismauer neue 360-Grad-Überwachungskameras installiert. Kameras, die den Außenbereich rund um die Haftanstalt erfassen. Im Fokus stehen dabei insbesondere die umliegenden Grünzonen sowie die Übergangsbereiche zum Innenhof, wo potenzielle unerlaubte Übergaben stattfinden könnten. <BR /><BR />Nach den beiden Ausbrüchen im Sommer ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/ich-habe-ein-wenig-freiheit-gebraucht" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">STOL hat berichtet)</a> wurden außerdem zusätzliche Wachposten eingeführt sowie Kontroll- und Sicherheitssysteme, die in Echtzeit Alarmmeldungen auslösen. <BR /><BR />Zusätzlich wurden besonders exponierte Fensterbereiche der Zellen mit engmaschigen Metallgittern gesichert, um den Austausch und potenzielle Übergaben zwischen den einzelnen Zellen zu erschweren.<h3> 88 Plätze bei zuletzt 114 Insassen</h3>Parallel dazu bleibt die Situation in der Anstalt angespannt: Die Einrichtung ist überbelegt. Bei einer regulären Kapazität von 88 Plätzen waren zuletzt 114 Personen inhaftiert. Auch das Personal ist laut Angaben der italienischen Tageszeitung unter Druck, während gleichzeitig wiederholt Fälle von Drogenbesitz und internen Schmuggelversuchen festgestellt wurden. Ein Insasse wurde positiv auf Drogen getestet, zudem kam es zu Ermittlungen wegen illegaler Übergaben innerhalb der Anstalt.<BR /><BR />Als Reaktion darauf wurden laut dem Direktor des Gefängnisses, Giovangiuseppe Monti, mehrere Maßnahmen zur Eindämmung dieser Aktivitäten gesetzt: Darunter Einschränkungen bei Bewegungs- und Freigangsregelungen sowie die Verlegung einzelner Insassen, die im Verdacht stehen, entsprechende Abläufe organisiert zu haben.<BR /><BR />Die Leitung spricht insgesamt von einem erhöhten Sicherheitsdruck und einer anhaltend komplexen Lage innerhalb der Haftanstalt.<BR /><BR />Zur Erinnerung: Ein 24-jähriger Häftling marokkanischer Herkunft, kehrte im März diesen Jahres nach seiner gerichtlich genehmigten Arbeit nichts ins Bozner Gefängnis zurück. Er befindet sich noch immer auf der Flucht. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/haeftling-24-kehrt-von-arbeit-nicht-zurueck-dritter-ausbruch-in-rund-einem-jahr" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(Hier mehr dazu)</a>