Mittwoch, 18. Januar 2017

Nach Berlin-Attentat: Amri entkam nur sehr knapp

Der Berlin-Attentäter Anis Amri soll zwei Tage nach dem Weihnachtsmarktanschlag in einem Bus im niederrheinischen Emmerich gesehen worden sein. Amri sei den deutschen Behörden nur äußerst knapp entwischt, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland am Mittwoch.

Anis Amri soll nach seinem Attentat auf einen Berliner Weihnachtsmarkt nur knapp an den Polizisten vorbeigekommen sein.
Anis Amri soll nach seinem Attentat auf einen Berliner Weihnachtsmarkt nur knapp an den Polizisten vorbeigekommen sein. - Foto: © APA/AFP

Über die Beobachtung in dem Bus liege dem deutschen Bundeskriminalamt (BKA) die Aussage eines glaubwürdigen Zeugen vor, hieß es demnach in Sicherheitskreisen. In Emmerich befindet sich eine Flüchtlingsunterkunft, in der Amri zeitweise gemeldet war.

Nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland fiel der Tunesier am Morgen des 21. Dezember gegen 07.00 Uhr in der Nähe seiner alten Unterkunft auf.

Bisher war demnach bekannt, dass der Tunesier an diesem Tag um 11.30 Uhr auf dem Bahnhof im niederländischen Nijmegen von einer Überwachungskamera gefilmt wurde. Die niederländische Grenzstadt ist nur 40 Kilometer vom niederrheinischen Emmerich entfernt.

Der 24-Jährige raste am 19. Dezember mit einem gekaperten Lastwagen in einen Weihnachtsmarkt bei der Berliner Gedächtniskirche, zwölf Menschen wurden getötet. Am 23. Dezember wurde er in Italien bei einer Polizeikontrolle erschossen.

apa/afp

stol