Dienstag, 20. Dezember 2016

Nach Berlin: Südtirols Christkindlmärkte stärker bewacht

Seit Ende November haben die großen Christkindlmärkte im Land geöffnet. Bisher verlief alles reibungslos, alles friedlich. Doch das Attentat von Berlin hat Folgen – auch für Südtirol.

Geselliges Treiben am Waltherplatz in Bozen: Nach dem Anschlag von Berlin werden auch in Südtirol die Schutzmaßnahmen verstärkt.
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Geselliges Treiben am Waltherplatz in Bozen: Nach dem Anschlag von Berlin werden auch in Südtirol die Schutzmaßnahmen verstärkt.

Wie die große italienische Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag berichtet, werden die bereits existenten Sicherheitsvorkehrungen auf den Christkindlmärkten in Bozen, Meran und Brixen nach dem Anschlag von Berlin durch weitere Einheiten verdichtet. Ansa zitiert dabei Lucio Carluccio, den Quästor von Bozen.

Seit Beginn der Christkindlmärkte stehen auf den großen Plätzen im Land mehrere Spezialeinheiten der Ordnungshüter im Einsatz. Ein Panzerfahrzeug stünde zur Verfügung, schreibt Ansa, außerdem trügen die Sicherheitskräfte schusssichere Westen. An Wochenenden ist auf den Christkindlmärkten bekanntlich am meisten los: Für diese Tage würden die Ordnungshüter zusätzlich von Spezialeinheiten aus Padua und Mailand unterstützt.

Quästor Lucio Carluccio wird zudem mit den Worten zitiert, dass auch die Lage an der Grenze kontrolliert werde. Derzeit stehen am Brenner 50 Beamte im Einsatz – darunter Scharfschützen.

Anschlag in Berlin

Wie berichtet, ist am Montagabend ein Lkw in einen Weihnachtsmarkt in Berlin gerast. 12 Menschen verloren ihr Leben. Die öffentlichen Stellen gehen von einem terroristischen Anschlag aus. Ein Mann wurde festgenommen, ist allerdings möglicherweise nicht der Lkw-Lenker.

Nach dem Attentat in Berlin erging aus Rom eine Anweisung an alle Regierungskommissäre und Quästoren im italienischen Staatsgebiet: An Orten, an denen sich wegen Weihnachtsfeierlichkeiten oder generell große Menschenmassen aufhalten, sollten die Kontrollen verschärft werden. 

stol

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