Das Mädchen wird seit 22 Tagen in einem Krankenhaus in Zürich behandelt. Sie hatte sich während der Silvesterfeier im Lokal „Le Constellation“ schwere Verletzungen zugezogen. In der Schweiz wurde Elsa bereits zweimal operiert. Ein weiterer Eingriff am Darm war vorgesehen, musste jedoch wegen ihres weiterhin sehr kritischen Zustands verschoben werden. Die Prognose bleibt zurückhaltend, die Jugendliche liegt weiterhin auf der Intensivstation.<BR /><BR />Unterdessen verbessert sich auch der Zustand mehrerer weiterer Opfer des Brandes, die in Italien behandelt werden. Im Krankenhaus Niguarda in Mailand werden noch zehn Jugendliche im Alter zwischen 15 und 16 Jahren wegen schwerer Verbrennungen und Lungenschäden versorgt. Vier von ihnen befinden sich auf der Intensivstation, sechs im Zentrum für Brandverletzte. Für einige Patienten könnten in den kommenden Tagen Entlassungen möglich sein, sofern sich ihr Gesundheitszustand weiter stabilisiert, erklärte der lombardische Gesundheitsbeauftragte Guido Bertolaso.<BR /><BR />Zur besseren Betreuung durch ihre Familie wurde die 29-jährige Eleonora Palmieri aus der Region Rimini in ein Krankenhaus nach Cesena verlegt. Ein weiterer Patient wurde bereits in die Mailänder Poliklini überführt, die auf schwere Atemwegserkrankungen spezialisiert ist. Mehrere Verletzte leiden an einer schweren Rauchgasvergiftung.<h3> Medizinischer Weg bleibt komplex</h3>Auch bei zwei 16-jährigen Schülern aus Mailand, Leonardo und Kean, gibt es Fortschritte: Die Ärzte beendeten die tiefe Sedierung, die Jugendlichen können inzwischen über einen Computer kommunizieren. Weitere Mitschüler befinden sich weiterhin in stationärer Behandlung.<BR />Trotz der positiven Entwicklungen bleibe der medizinische Weg lang und komplex, betonte Bertolaso. Ziel sei es, möglichst bald Entwarnung geben zu können. <BR /><BR />Die Staatsanwaltschaft in Rom fordert indes, dass die italienische Kriminalpolizei an den Ermittlungen wegen des Brandes in Crans Montana beteiligt wird. Darüber soll in den kommenden Tagen bei einem Treffen mit der Staatsanwaltschaft im Wallis entschieden werden. Die Italiener werfen den Schweizer Ermittlern schlampige Ermittlungen vor. Unter den Opfern sind zahlreiche Italiener: Sechs Tote und 14 Verletzte stammen aus Italien. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/6-junge-leben-ausgeloescht-italien-trauert-um-opfer-von-crans-montana" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(Hier mehr dazu)</a><BR /><BR />Die römischen Ermittler drängen darauf, bei künftigen Verfahrensschritten wie Durchsuchungen, Vernehmungen und Zeugenaussagen eingebunden zu werden. Hintergrund des Vorstoßes sind anhaltende Kontroversen über den bisherigen Verlauf der Ermittlungen in der Schweiz. Kritisiert wird insbesondere, dass keine Autopsien oder weitergehenden forensischen Untersuchungen an den Todesopfern angeordnet wurden. Die ausgestellten Sterbeurkunden enthalten demnach keine konkreten Angaben zur Todesursache. Nach der Überführung der Leichname nach Italien ließ die Staatsanwaltschaft in Rom eigene Obduktionen durchführen.