Mittwoch, 15. Mai 2019

Nach Brand in Steinegg: „Alles futsch“

Am Dienstag ist es wie berichtet zu einem verheerenden Brand in der Holzbau-Firma von Karl Vieider in Steinegg gekommen. Zwei Produktionsgebäude der Zimmerei wurden vom Feuer völlig zerstört, das angrenzende Wohngebäude erheblich beschädigt. STOL hat am Tag nach dem Unglück mit dem sichtlich gezeichneten Karl Vieider gesprochen.

Karl Vieider vor dem völlig zerstörten Betriebsgebäude. - Foto: DLife
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Karl Vieider vor dem völlig zerstörten Betriebsgebäude. - Foto: DLife

STOL: Erzählen Sie uns bitte von gestern. Wie war das?
Karl Vieider: Wie aßen zu Mittag, mein Sohn und ich. Als wir wieder zurück zur Firma fuhren, haben wir die Sirene gehört und einen Anruf erhalten, dass alles brennt.

STOL: Was könnte die Ursache für den Brand sein?
Karl Vieider: Es hat von außen gebrannt. Es wäre möglich, dass jemand einen Zigarettenstummel weggeworfen hat. Ich weiß es nicht. Ich kann es mir sonst nicht erklären.

STOL: Und als Sie ankamen am Gelände?
Karl Vieider: Ja, mit dem Wind stand innerhalb kürzester Zeit alles in Vollbrand.

STOL: Wie hoch schätzen Sie den Schaden ein?
Karl Vieider: Es ist schwer zu sagen. Um die 800.000 bei mir. Und auch bei meinem Schwager, meinem Nachbarn, sind die Schäden groß. Dort ist das Wohnhaus abzupacken und die Wandersäge und die Halle. Alles futsch. 

STOL: Wie schaut es mit der Versicherung aus?
Karl Vieider: Ja, es ist alles mit der Versicherung gedeckt. Man muss jetzt erst sehen.

STOL: Der Vizebürgermeister hat eine Spendenaktion angekündigt. Freut Sie das?
Karl Vieider: Ja, alle stehen hinter uns, die ganze Bevölkerung. Viele sind gekommen und haben gefragt, ob sie helfen können. Das ist gewaltig schön.

STOL: Wie geht es mit dem Betrieb jetzt weiter? 
Karl Vieider: Es wird schon gehen... Irgendwie. Die Arbeiter sind weiter auf den Baustellen tätig. Ich bin zuversichtlich, dass wir gleich weitermachen können. Mein Nachbar ist auch Zimmerer, wir können dort in der Zwischenzeit unser Material zuschneiden lassen.

STOL: Und wie ist es mit der Wohnsituation?
Karl Vieider: Der Schwager wird in der Zwischenzeit bei uns im ersten Stock wohnen, und dann werden wir sehen.

STOL: Wir wünschen Ihnen alles Gute!
Karl Vieider: Danke, das kann ich jetzt gut gebrauchen!

STOL hat über den Großbrand in der Zimmerei berichtet. Am Mittwoch soll ein Brandinspektor der Bozner Berufsfeuerwehr die Brandursache ermitteln.

D/zö/stol

stol