Das Mädchen wurde im Krankenhaus in Pozzilli (Provinz Isernia) notoperiert, ihr Zustand ist stabil. Die Ärzte berichten von einem schweren Hirntrauma infolge mehrfacher Brüche der Schädeldecke - von der Stirn bis zum Hinterkopf. <BR /><BR />Eine diffuse Hirnschwellung zwang die Chirurgen dazu, Teile der Schädelkalotte und mehrere Knochenfragmente zu entfernen. Zudem wurden mehrere Hirnblutungen festgestellt. „Jetzt müssen wir abwarten, bis das Gehirn abschwillt. Im Moment konzentrieren wir uns ausschließlich darauf, das Überleben des Mädchens zu sichern“, erklärten die behandelnden Mediziner. Erst später könne man mögliche dauerhafte Schäden beurteilen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1220274_image" /></div> <BR /><BR />Vermutet wird, dass Salvatore Ocone mit einem schweren Stein auf die Tochter eingeschlagen und sie dann im Auto weggeschleppt hatte. Neun Stunden nach der Tat wurde Ocone 70 Kilometer von seinem Wohnort entfernt lokalisiert und festgenommen. Im Auto befand sich die Leiche des Sohnes Cosimo und die noch lebende Antonia.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1220277_image" /></div> <BR /><BR />Freunde und Mitschüler verabschiedeten sich in emotionalen Botschaften auf Social Media von dem jungen Cosimo. In einem Post heißt es: „In deinen Augen habe ich den Schmerz gesehen“. Viele Mitschüler trauern um einen sensiblen, ruhigen Jungen, der offenbar viel Leid ertragen musste.<BR /><BR />Salvatore Ocone und seine Frau hatten einen weiteren Sohn, den 23-jährigen Mario, der in einer Pizzeria in Rimini arbeitete und deswegen nicht im Elternhaus war, als sich die Bluttat abspielte. „Dass mein Vater unter Depressionen litt, war bekannt. Aber niemand hätte je gedacht, dass es so weit kommen könnte. Er nahm seine Medikamente, er wurde ärztlich betreut. Wenn ich zu Hause gewesen wäre, wäre das alles nicht passiert“, betonte der junge Mann voller Schmerz.<BR /><BR />Die Ermittlungen der Carabinieri bestätigten, dass Salvatore Ocone an einer „chronischen Psychose“ litt und bereits 2011 eine Zwangseinweisung über sich ergehen lassen musste. Dennoch gab es in der Vergangenheit keine Meldungen über Gewalt in der Familie. Weder der Sozialdienst noch die Polizei waren je involviert.