Der 44-jährige Pole werde der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung verdächtigt, sagte Sprecher Lorenz Haase der Nachrichtenagentur dpa. „Wir gehen davon aus, dass er zum Unfallzeitpunkt nicht in der Lage war, das Fahrzeug zu führen – wegen Übermüdung.“ Über den Haftbefehl sollte laut Haase noch am Nachmittag entschieden werden.Bei dem verheerenden Unfall war der polnische Reisebus in der Nacht zum Samstag gegen 2 Uhr morgens auf einen Bus aus der Ukraine aufgefahren. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte der Doppeldecker über die Autobahn und raste durch die Leitplanke auf die Gegenfahrbahn. Dort krachte er in den polnischen Kleinbus, stürzte etwa zehn Meter eine Böschung hinunter und überschlug sich.69 Menschen wurden verletzt, 39 davon schwer, neun Opfer schwebten am Sonntag noch in Lebensgefahr. Der Busfahrer befand sich am Sonntagnachmittag im Krankenhaus und wurde polizeilich überwacht.dpa