Freitag, 15. April 2016

Nach dem Höllenfeuer: Freude über eine neue Verdienstmedaille

Seit dem verheerenden Brand am 12. Februar ist das Wohnhaus des Kirchlerhofes oberhalb von Hofern völlig zerstört. Dass auch die Verdienstmedaille des Landes Tirol in den Flammen aufging, schmerzte den Bauer Sepp Wolfsgruber sehr. Doch dann traf am Freitag ein, womit er nie gerechnet hätte.

Das Wohnhaus des Kindlerhofes in Hofern wurde durch das Schadfeuer am 12. Februar zerstört. - Foto: FFW: Bruneck
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Das Wohnhaus des Kindlerhofes in Hofern wurde durch das Schadfeuer am 12. Februar zerstört. - Foto: FFW: Bruneck

Hoch über Hofern, auf 1345 Metern Meereshöhe, steht der Kindlerhof. 1978 hat ihn Christina Heel von ihrem Vater Engelbert übernommen. Seither führt sie ihn zusammen mit ihrem Mann Sepp Wolfsgruber. Die Kinder Maria und Emmerich helfen mit, heuer hätte Emmerich den Hof übernehmen sollen. 

Doch seit dem Schadfeuer am 12. Februar dieses Jahres ist das Wohnhaus völlig zerstört (STOl hat berichtet), fast  alles was sich darin befand, verbrannt oder geschmolzen (STOL hat berichtet). Sehr schmerzte den Bauer und ehemaligen, langjährigen Bezirksbauernbundobmann Sepp Wolfsgruber, dass auch die Verdienstmedaille des Landes Tirol, die ihm am 15. August 2010 verliehen worden ist, in den Flammen aufging. Sie habe ihm so viel bedeutet, sagt er.

Was er für immer verloren geglaubt hatte

Und so kam, was er nie für möglich gehalten hätte: Landeshauptmann Arno Kompatscher und der Landtagsabgeordnete Christian Tschurtschenthaler statteten dem Kindlerhof einen Besuch ab und überreichten Wolfsgruber eine „neue“ Verdienstmedaille.

Die Übergabe am Freitag. 

Als Wolfgruber von einiger Zeit Christian Tschurtschenthaler Christian gesagt hatte, wie sehr es ihm um die Medaille leid tue, hatte dies Tschurtschenthaler keine Ruhe gelassen. Er besprach sich mit Landeshauptmann Kompatscher und gemeinsam leiteten sie alles auch mit dem Land Tirol in die Wege,  um Wolfsgruber überbringen zu können, was er für sich als für immer verloren geglaubt hatte.

Gerührt nahm Wolfgruber die Medaille entgegen und dankte gemeinsam mit Frau Christina von Herzen den beiden Politikern für ihren Einsatz, denn die Medaille wieder zu haben, sei eine große Freude für die ganze Familie.

Unterstützung ist groß - Neubau in Planung

In all dem Schmerz über den Verlust vor allem der vielen persönlichen Erinnerungsstücke helfe die große Solidarität und Hilfsbereitschaft, die die Familie  von so vielen Seite erfahre, angefangen von den Nachbarn über die  Gemeinde und die Bauern bis hin zu Menschen aus dem ganzen Land, über so manchen schwarzen Tag hinweg. 

„Wir sind einfach nur dankbar“, sagt Wolfsgruber.

Die Verhandlungen mit der Versicherung sind derzeit noch im Gange, die Planungen für das neue Wohnhaus sind in Arbeit. Wenn alles gut läuft, soll  nächstens die Brandruine abgerissen und im Sommer mit dem Bau des neuen Hauses begonnen werden.

 Auf die neue Verdienstmedaille und mit dem Wunsch, dass sich für die Familie Heel/Wolfsgruber alles wieder zum Besseren wendet und bald mit dem Neubau begonnen werden kann, wurde dann noch gemeinsam angestoßen. 

stol/ru

stol