Dienstag, 26. Januar 2016

Nach dem Mord: Mit dem Victory-Zeichen vor den Richter

Im Mordfall von St. Lorenzen, bei dem Cleto Tolpeit (45) seine Mutter Irma (87) mit mehr als 20 Messerstichen getötet haben soll, stehen am Dienstag Haftprüfung und Verhör an. Schon der Auftritt des mutmaßlichen Täters lässt Zweifel an seiner Zurechnungsfähigkeit aufkommen.

Cleto Tolpeit am Dienstag bei Gericht.
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Cleto Tolpeit am Dienstag bei Gericht. - Foto: © STOL

Victory! Mit dieser Handgeste zeigte sich Cleto Tolpeit am Dienstagvormittag bei seinem Auftritt vor Gericht. Dort wurde der 45-Jährige dem Haftrichter vorgeführt. Der mutmaßliche Mörder scheint sich des Ernsts der Lage nicht ganz bewusst zu sein. 

Bereits sein Anwalt Flavio Moccia hatte auf Unzurechnungsfähigkeit plädiert und will ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag geben.

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Auftritt bei Gericht: Cleto Tolpeit am Dienstag. - Foto. Dlife

Tolpeit wird vorgeworfen, am Sonntagabend seine Mutter Irma Denicoló (87) in der Küche des Hauses an der Pustertaler Straße ermordet zu haben. Beim Eintreffen der Ermittler steckte das Messer noch im Hals der Toten.
STOL hat über die Ergebnisse der Autopsie berichtet, ebenso über die Erschütterung in St. Lorenzen

Haft für Tolpeit bestätigt

In einem ersten Verhör hatte Tolpeit erklärt, seiner Mutter wohl etwas Gutes getan zu haben. Weil die Schwächen des Alters ihr zusehends zu schaffen gemacht hätten, habe er sie „befreien“ wollen.

Am Dienstag hat Tolpeit vom Recht Gebrauch gemacht, die Aussage zu verweigern. Haftrichter Andrea Pappalardo hat die Haft bestätigt. Tolpeit wurde ins Gefängnis zurückgebracht. 

Ein Blick auf Tolpeits Facebook-Profil

stol/rc/ker

stol