Freitag, 04. November 2016

Nach der Einigung: Stocker weist Fabi zurecht

Der Streit um das (Nicht-)Arbeitsverhältnis von Andreas Fabi, Ex-Generaldirektor des Sanitätsbetriebs, ist mit der Übereinkunft am Donnerstag vor Gericht offiziell beendet. Doch wer glaubte, damit sei das letzte Wort gesprochen, irrt.

Die Landesrätin und der Ex-General: Besonders harmonisch war diese Beziehung noch nie. - Foto: DLife
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Die Landesrätin und der Ex-General: Besonders harmonisch war diese Beziehung noch nie. - Foto: DLife

Mit der Zahlung von 150.000 Euro plus Spesen an den Ex-Generaldirektor sollte der Konflikt zwischen Land und Fabi eigentlich beendet werden (den Fall Fabi können Sie hier nachlesen). Doch Fabi machte am Donnerstag keinen Hehl daraus, wie sehr ihn das Verfahren vor dem Arbeitsgericht verletzt hatte. „Am Jahresende 2014 gab es ganz klare Abmachungen, die leider nicht einhalten wurden“, sagte Fabi. „Das war mehr als eine mündliche Abmachung, mit dem Landeshauptmann, mit der Landesrätin. Das gegebene Wort wurde nicht eingehalten.“

Im Video: Land und Fabi einigen sich – Die Reaktionen

Bei der Einigung vor Gericht war Martha Stocker nicht zugegen. Ihr Ressortchef Michael Mayr trug die Position des Landes vor. Doch aufgrund der Äußerungen von Fabi sah sich die Gesundheitslandesrätin nun wohl gezwungen, doch noch einmal separat Stellung zu beziehen.

Von einem „Wortbruch“, wie von Fabi vorgeworfen, könne keine Rede sein. „Eine korrekte öffentliche Verwaltung kann nur auf Basis einer soliden Rechtsgrundlage handeln“, betont Stocker in einer Aussendung.

Diese Klarheit in rechtlichen Fragen habe man erst finden und verhandeln müssen. Dies habe einige Zeit in Anspruch genommen. „Die Enttäuschung des ehemaligen Generaldirektors ist daher zwar verständlich, der Vorwurf eines Wortbruches jedoch völlig fehl am Platz“, meint Stocker.

stol

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