Montag, 05. Oktober 2020

Aufatmen: Nur 3 Prozent der Erntehelfer positiv getestet

Nun liegen erste Zahlen zur Covid-19-Testreihe unter den Erntehelfern – vor allem aus Rumänien – vor. 5762 Klauber wurden bislang getestet und die Ergebnisse wurden von Gesundheitslandesrat Thomas Widmann und Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler mit Erleichterung aufgenommen.

Die Ergebnisse der Erntehelfer nach den Covi-19-Tests sorgen für Erleichterung.
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Die Ergebnisse der Erntehelfer nach den Covi-19-Tests sorgen für Erleichterung. - Foto: © shutterstock
„3,1 Prozent an infizierten Erntehelfern ist Gott sei Dank nicht viel. Dabei hat es rund um diese Tests eine Mordspolemik gegeben. Aber wenn wir nach Nordtirol schauen, haben wir die Sache besser im Griff, weil wir ganz gezielt getestet haben“, sagt Widmann.

„Der Großteil der Klauber ist schon wieder weg, und der Prozentsatz der Positiven liegt in etwa in der Höhe der Infektionsraten, wie sie auch hierzulande bei den Testreihen festgestellt werden mussten“, sagt Schuler.

Stand Samstag wurden seit Beginn der Testreihe unter den Erntehelfern 11.799 Abstriche bei 5762 Erntehelfern – vor allem aus Rumänien – durchgeführt. Davon wurden 183 Erntehelfer positiv auf das Covid-19 getestet.

„Vorgangsweise war genau richtig“

Für Widmann und Schuler ist die in Südtirol angewandte Vorgangsweise beim Testen genau die richtige gewesen. „Wir haben die Positiven mit dieser Methode herausgefischt“, so Widmann. „Im Gegensatz zu Österreich, wo ein Erntehelfer, der mit einem negativen Test eingereist war, sofort arbeiten konnte, gingen wir doppelt auf Nummer sicher und haben ihn nach seiner Ankunft noch 2 Mal getestet“, so Schuler.

Dass im Schnitt nur 3 Prozent der Äpfelklauber positiv getestet worden sind, hat Widmann und Schuler überrascht. „Denn in Rumänien betrug die Infektionsrate immerhin zwischen 6 bis 8 Prozent. Insofern war die Ausgangssituation nicht eine einfache. Umso mehr haben wir darauf gedrängt, dass sich die Erntehelfer bereits vor ihrer Abreise daheim einem ersten Test bei offiziell autorisierten Stellen unterziehen“, sagen die Landesräte. Sich bereits daheim testen zu lassen, sei im beidseitigen Interesse gewesen. „So wurde das Risiko minimiert, dass ein Klauber die teure und weite Reise auf sich nimmt, um dann schlechtestenfalls in Isolation zu landen, was menschlich keine gute Lage ist, und nichts verdienen zu können“, meint Schuler.

Neuankünfte gehen zurück

Die meisten Tests wurden vom 13. bis 21. September durchgeführt. In den 9 Tagen wurden 2162 Klauber getestet. Der Tag mit den meisten PCR-Tests war der 19. September mit 624 Tests. Ein erster Spitzenwert mit 259 getesteten Klaubern war schon am 22. August zu verzeichnen. Seit Anfang Oktober haben die Tests mangels Neuankünften enorm abgenommen – vom 28. September bis 2. Oktober wurden 72 getestet. Widmann und Schuler sind erleichtert und zufrieden, auch weil es zu keinen Infektionsherden gekommen ist. Ein großes Lob gelte dem Bauernbund, der die Testreihen mit Sanitätsbetrieb und Weißem Kreuz organisiert hat.

lu

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