Tierärztekammer-Präsident <b>Dr. Franz Hintner</b>, Bergbauernsprecher <b>Alberich Hofer</b> und Bauernbund-Obmann <b>Daniel Gasser</b> haben dazu unterschiedliche Ansichten.<BR /><BR /><b>Dr. Franz Hintner</b> ist sicher, dass die Kuhherde in Oberlienz vor ihren Angriffen von etwas aufgeschreckt worden ist – wahrscheinlich von Hunden. Deshalb sei die Herde am Sonntag so aggressiv geworden. Gegen Hunde sind die Kühe „allergisch“, weiß Dr. Hintner. Sollte ein Hundebesitzer mit seinem Hund bei einer Kuhherde vorbeikommen und angegriffen werden, dann sei es das Beste, den Hund laufen zu lassen. Sonst könne man als Hundebesitzer selbst in Lebensgefahr geraten. Normalerweise könne sich der Hund dann retten, weil er schneller sei als die Kühe – es sei denn, der Hund ist alt. Dr. Hintner kritisiert, „dass die Bürger heute immer mehr glauben, sie können überall hineingehen. Aber eine Weide ist für die Tiere ihre Privatsphäre. Jeder, der dort eindringt, stört die Tiere – und stellt zudem auch noch eine Gefahr für sie dar. Man sollte um eine Herde einen großen Bogen machen – vor allem, wenn Hunde dabei sind.“ Als Tierarzt sehe er bei einer Herde sofort, ob die Tiere bereits angespannt oder aggressiv sind: „Das sieht man an der Kopfhaltung, an den Augen, am Schwanz und an den Fußstellungen.“<BR /><BR />Bergbauern-Sprecher <b><Fett>Alberich Hofer</Fett></b> glaubt hingegen, dass die Kuhherde in Oberlienz von Wölfen attackiert worden ist – in der Nacht von Samstag auf Sonntag oder in den Nächten davor. „Deshalb war sie am Sonntag so aufgeregt, sonst gibt es das nicht“, meint Hofer. Dass ein Bär die Herde aufgeschreckt haben könnte, glaubt Hofer nicht – da es keine entsprechenden Sichtungen gegeben habe. Wölfe könnten die Kühe in Rage gebracht haben – „so dass die Herde dann bei jeder Kleinigkeit zur Selbstverteidigung überging – in den Verteidigungsmodus.“ <BR /><BR />SBB-Obmann <b><Fett>Daniel Gasser</Fett></b> schlägt in dieselbe Kerbe: „Auch die vermehrte Präsenz des Wolfes trägt dazu bei, dass die Tiere viel nervöser und unruhiger werden“, schreibt Gasser. Bei Mutterkühen sind Angriffe auf Menschen wahrscheinlicher als bei Melkkühen, weil sie ihre Jungtiere verteidigen. Gasser weist auf den besonderen Schutzinstinkt hin. Mutterkühe seien gegenüber Menschen ängstlicher als Melkkühe. „Als Besitzer füttert man die Mutterkühe zwar, man melkt sie aber nicht, man ist nie ganz nahe bei ihnen. Damit sie angreifen, müssen sie sich aber bedroht fühlen“, erklärt Gasser. Mutterkuh-Haltung werde in Osttirol viel häufiger praktiziert als in Südtirol. <h3> Wie verhält man sich richtig auf der Alm?</h3> <div class="embed-box"><div class="container-wrapper-genially" style="position: relative; min-height: 400px; max-width: 100%;"><img src="https://img.genial.ly/5fd380c29270490f70f47a03/f30fb79b-ab39-43a4-b16e-6acb3b0565c8.jpeg" class="loader-genially" style="position: absolute; top: 0; right: 0; bottom: 0; left: 0; margin-top: auto; margin-right: auto; margin-bottom: auto; margin-left: auto; z-index: 1;width: 80px; height: 80px;"/><div id="6a0b076352509adf7ae1abea" class="genially-embed" style="margin: 0px auto; position: relative; height: auto; width: 100%;"></div></div><script>(function (d) { var js, id = "genially-embed-js", ref = d.getElementsByTagName("script")[0]; if (d.getElementById(id)) { return; } js = d.createElement("script"); js.id = id; js.async = true; js.src = "https://view.genially.com/static/embed/embed.js"; ref.parentNode.insertBefore(js, ref); }(document));</script></div>