Fico ordnete eine außerordentliche Inspektion bei der Gesundheitsbehörde „Azienda ospedaliera dei Colli“, zu der auch das Spital Monaldi in Neapel gehört. Hier wurde der kleine Domenico operiert - hier ist er auch über zwei Monate nach seiner Herztransplantation gestorben. Die Untersuchung soll unter Einbeziehung externer Experten klären, ob die Umstände, die zu dem tragischen Vorfall führten, bekannt oder erkennbar waren und ob angemessene Maßnahmen ergriffen wurden.<BR /><BR />Eine interne Prüfung der Regionalbehörde habe schwerwiegendere Mängel als zunächst angenommen aufgedeckt, verlautete es in Neapel. Dazu zählen veraltete Protokolle für Transport und Lagerung von Organen, die Nichtnutzung vorhandener Konservierungssysteme, eine unzureichende Ausbildung des Personals sowie ein stark belastetes Arbeitsklima. Zudem seien wichtige Informationen verspätet an die Gesundheitsbehörden weitergeleitet worden. Insgesamt deute dies auf strukturelle und systemische Organisationsprobleme hin.<h3> Programm vorerst ausgesetzt</h3>Das Programm für Herztransplantationen für Kinder am Monaldi-Krankenhaus bleibt daher bis auf Weiteres ausgesetzt. Eine Wiederaufnahme komme erst infrage, wenn die notwendigen Sicherheitsbedingungen vollständig wiederhergestellt seien, betonte Fico. Die Versorgung der betroffenen Patienten werde derzeit über eine Kooperation mit dem römischen Kinderkrankenhaus Bambino Gesù sichergestellt.<BR /><BR />Darüber hinaus soll das regionale Transplantationszentrum künftig direkt bei der Regionalverwaltung angesiedelt werden, damit soll eine engere Kontrolle gewährleistet werden. Gleichzeitig kündigte die Region eine umfassende Überprüfung der gesamten Transplantationsstruktur in Kampanien an, einschließlich Protokollen, Personalressourcen und Sicherheitsstandards. Die Maßnahmen erfolgen nach Angaben der Region in Abstimmung mit dem italienischen Gesundheitsministerium.