Bürgermeister Christofer De Zotti kündigte nach einem erneuten Vorfall die Einberufung des Provinzausschusses für öffentliche Ordnung und Sicherheit an. Das Gremium soll Maßnahmen ergreifen.<BR /><BR />Die jüngste Auseinandersetzung ereignete sich nahe des Stadions „Picchi“ und des Busbahnhofs. Dort gerieten rund 20 Jugendliche aneinander, darunter auch Minderjährige. Bei den Beteiligten soll es sich um Jugendliche mit Wohnsitz in den umliegenden Gemeinden handeln. Ob die Gruppen zufällig aufeinandertrafen oder sich gezielt verabredet hatten, ist Gegenstand der Ermittlungen.<BR /><BR />Nach Angaben der Behörden begann die Auseinandersetzung mit gegenseitigen Beleidigungen und Drohungen, bevor es zu Schlägen und Rangeleien kam. Carabinieri und Stadtpolizei griffen ein und leiteten Identifizierungsmaßnahmen ein. Verletzte wurden nicht gemeldet. Die Ermittler prüfen zudem mögliche Verbindungen zu ähnlichen Vorfällen vom Wochenende.<h3> Rote Zonen könnten ausgeweitet werden</h3>De Zotti forderte ein konsequentes Vorgehen gegen die Verantwortlichen. Diese seien in Jesolo nicht willkommen und müssten von der Stadt ferngehalten werden. Bei der Sitzung des Sicherheitsausschusses soll unter anderem über eine Verstärkung der Polizeipräsenz in stark frequentierten Bereichen, über zusätzliche Einsatzkräfte für die Sommersaison sowie über die mögliche Ausweitung sogenannter „Roter Zonen“ beraten werden. In diesen Bereichen können Personen, die als Gefahr für die öffentliche Ordnung eingestuft werden, mit Aufenthaltsverboten belegt werden.<BR /><BR />Trotz Besucherzahlen von zeitweise mehr als 200.000 Menschen pro Tag habe das Sicherheitssystem der Stadt bisher insgesamt funktioniert, betonte der Bürgermeister. Die Vorfälle dürften jedoch nicht toleriert werden. Auch der Präfekt von Venedig, Darco Pellos, kündigte ein entschlossenes Vorgehen an. Mit Blick auf die bevorstehende Sommersaison wolle man verhindern, dass sich solche Entwicklungen verfestigten, erklärte Pellos. Bereits jetzt seien zusätzliche Sicherheitskräfte angefordert worden. Wer die öffentliche Ordnung gefährde, müsse mit unmittelbaren Konsequenzen rechnen.