Da viele abgelegene D?rfer noch nicht von den Rettungskr?ften erreicht wurden, rechneten die Beh?rden mit weiteren Todesopfern.Allein 42 Todesopfer wurden nach Polizeiangaben in der Stadt Loon auf der bei Urlaubern beliebten Insel Bohol geborgen, wo das Epizentrum des Bebens lag. Weil Zufahrtswege blockiert und die Stromversorgung teilweise noch unterbrochen war, hatten die Rettungskr?fte weiterhin Schwierigkeiten, in abgelegene Ortschaften vorzudringen. In Loon waren am Mittwoch nur Bewohner und Polizisten an den Bergungsarbeiten beteiligt.Nur einige wenige Rettungskr?fte waren per Boot in die Stadt gekommen. In einem Wettlauf gegen die Zeit suchten verzweifelte Bewohner teilweise mit blo?en H?nden in den Tr?mmern ihrer H?user nach ?berlebenden.Der Bauer Serafin Megallen versuchte vergeblich, seine Schwiegermutter und einen Cousin aus dem eingest?rzten Haus der Familie zu befreien. ?Sie waren am Leben, aber drei Stunden sp?ter sind sie an ihren Verletzungen gestorben?, sagte er der Nachrichtenagentur AFP.?Es sind keine Rettungskr?fte gekommen, wir waren auf die Hilfe unserer Nachbarn angewiesen.? In dieser ?verzweifelten Lage? k?nne er den Menschen ?nicht viel mehr als tr?stende Worte geben?, sagte der Priester Tomas Balakayo, der in Loon selbst vor den Tr?mmern seiner Kirche stand.Das Beben der St?rke 7,1 hatte am Dienstag die Insel Bohol ersch?ttert. Erdrutsche rissen ganze H?user mit sich, Br?cken und jahrhundertealte Kirchen wurden zerst?rt. Die Stromversorgung brach teilweise zusammen.Bis Mittwochabend gab es mehr als 800 Nachbeben ? die heftigsten hatten nach Angaben der Katastrophenschutzbeh?rde eine St?rke von 5,1. Pr?sident Benigno Aquino besuchte Bohol und die Nachbarinsel Cebu, um sich selbst ein Bild von den Bergungsarbeiten zu machen.Die Inselgruppe liegt auf dem pazifischen Feuerring, an dem tektonische Erdplatten aneinandersto?en. Dies f?hrt zu h?ufigen Erdbeben und Vulkanausbr?chen. Die bisher schwerste Naturkatastrophe auf den Philippinen hatte sich 1976 ereignet.Ein Erdbeben samt Tsunami traf die Inseln Sulu und Mindanao, mindestens 5.000 Menschen wurden in den Tod gerissen. Die Flutwellen ?berschwemmten rund 700 Kilometer K?ste und verw?steten viele Orte.apa/afp