<BR />Nach dem Murenabgang vom Sonntagnachmittag stehen die Freiwilligen Feuerwehren gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Bozen, dem Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung, dem Straßendienst sowie drei Erdbauunternehmen mit schwerem Gerät im Dauereinsatz. Mit Baggern, Lkw und Schaufelladern werden gewaltige Mengen an Schlamm, Geröll und Holz aus dem Bachbett, von Straßen und aus den betroffenen Wohngebieten entfernt sowie beschädigte Uferbereiche gesichert.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1329354_image" /></div> <BR /><BR />Wie berichtet, war der Weißplatter Bach zwischen Labers und Freiberg gegen 17 Uhr über die Ufer getreten, nachdem sich oberhalb der Landesstraße nach Hafling eine Mure gelöst hatte ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/nach-murenabgang-einsatzkraefte-seit-12-stunden-im-dauereinsatz-lage-bleibt-angespannt" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">mehr dazu hier</a>). Besonders betroffen war der Bereich Naifdammweg/Katzensteinstraße in der Nähe des Schießstandes in Meran, wo drei Wohngebäude teilweise schwer beschädigt wurden. Die Mure drang zwischen zwei Häusern durch und füllte Erdgeschosse und Kellerräume meterhoch mit Schlamm und Geröll. In einem der Häuser wohnt Wolfgang Tomasi, der im Interview mit s+ die dramatischen Szenen des gestrigen Sonntags schildert ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/sein-haus-wurde-schwer-vermurt-habe-kindern-gesagt-sie-muessen-rennen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">mehr dazu hier</a>).<h3> Ein Teil der Evakuierten heimgekehrt</h3>Von den insgesamt 39 in Meran evakuierten Personen konnten inzwischen 14 wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, nachdem sie die Nacht bei Verwandten verbracht hatten. In Hafling wurden zusätzlich 30 Personen, darunter auch Wanderer, vorsorglich in Sicherheit gebracht. Insgesamt wurden sechs Personen leicht verletzt, drei Wohnhäuser bleiben derzeit unbewohnbar. Die Lage wird weiterhin laufend beobachtet, da aufgrund der angekündigten neuerlichen Gewitter weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich ist.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1329357_image" /></div> <BR /><BR />„Das Ziel ist es, das betroffene Gebiet so schnell wie möglich zu sichern, um weitere Gefahren im Falle neuer Niederschläge zu vermeiden und den Betroffenen den Zugang zu ihren Wohnungen zu ermöglichen“, erklärte Merans Bürgermeisterin Katharina Zeller am Montagvormittag. „Sobald dies möglich ist, werden die Freiwillige Feuerwehr und die Kollegen der Berufsfeuerwehr Bozen den betroffenen Familien dabei helfen, ihr gesamtes Hab und Gut aus den Räumlichkeiten zu transportieren.“ <BR /><BR />Parallel dazu müssten in Absprache mit dem Land bauliche Maßnahmen an der Landesstraße nach Hafling geplant werden, um eine Wiederholung ähnlicher Situationen zu verhindern, meinte Zeller. <h3> Verkehrssperren bleiben aufrecht</h3>Aktuell gelten in Meran weiterhin die gestern Abend angeordneten Verkehrsbeschränkungen. Die Landesstraße 8 bleibt ab der Rametz-Brücke in Richtung Sinich gesperrt. Genauso kann die Romstraße ab dem Haus Arnika stadtauswärts nicht befahren werden. Im Süden erfolgt die Verkehrssperre am Kreisverkehr vor dem Restaurant „Würstl Hans“ – ausgenommen sind die Anrainer von Sinich.<BR /><BR />„Die ergriffenen Verkehrsmaßnahmen haben unvermeidlich zu Beeinträchtigungen im Straßenverkehr geführt, mit Verzögerungen und Staus im Stadtzentrum“, erklärte Bürgermeisterin Zeller. „Wir bitten Bürgerinnen, Bürger und Gäste um Verständnis und Mitarbeit: Es handelt sich um außerordentliche, vorübergehende, aber unverzichtbare Maßnahmen, um die Sicherheit der laufenden Arbeiten zu gewährleisten.“<h3> Das sagt Bürgermeisterin Katharina Zeller:</h3> <video-jw video-id="NhbMAZvg"></video-jw>