Gouverneurin Mary Fallin setzte sämtliche Exekutionen in dem Südstaat aus, bis eine Untersuchung geklärt hat, was bei der Hinrichtung am Dienstagabend schiefgegangen ist.Todeskandidat Clayton Lockett war beim Spritzen eines Gifts eine Vene geplatzt. Er verzerrte das Gesicht, wälzte sich umher und schnappte nach Luft, statt bewusstlos zu werden. Erst 43 Minuten später setzte nach einem Herzinfarkt der Tod ein.Das Weiße Haus kritisierte die Exekution als menschenunwürdig. Präsident Barack Obamas Sprecher Jay Carney sagte, selbst wenn die Todesstrafe in einigen Fällen angemessen sei, müsse sie auf humane Weise vollstreckt werden – das sei „grundlegender Standard“ in den Vereinigten Staaten. „Ich denke, jeder würde anerkennen, dass dieser Fall hinter diesem Standard zurückblieb.“ Eine Untersuchung des Justizministeriums werde es aber vermutlich nicht geben. Obama glaube nach wie vor, dass die Todesstrafe bei einigen „abscheulichen“ Straftaten angemessen sei.„Ich glaube an den Rechtsweg“, sagte auch Gouverneurin Fallin. „Und ich glaube, dass die Todesstrafe eine geeignete Strafe für diejenigen ist, die schreckliche Straftaten gegen ihre Mitmenschen begehen.“ Der Staat müsse aber sicherstellen, dass das Protokoll und die Abläufe funktionierten.Die Untersuchung soll jetzt auch die genaue Todesursache Locketts klären. Ein Gerichtsmediziner entnahm dem Getöteten bereits Blut, auch ein unabhängiger Pathologe soll den Körper untersuchen. Eine Obduktion und toxikologische Tests sollen zeigen, welche Menge des Gifts in seinen Blutkreislauf geriet.dpa