Das Landtagspräsidium hat am Dienstag einem außergerichtlichen Vergleich über 6.500 Euro mit einem Bozner zugestimmt. <BR /><BR />Die Bediensteten des Landtags, Passanten und Politiker staunten am Montagmorgen des 7. Oktober 2024 nicht schlecht, als sie zum Landtagsgebäude schritten ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/landtag-treppen-mit-roter-farbe-beschmiert" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">STOL hat berichtet</a>). Die Treppen zum Gebäude waren über Nacht mit roter Farbe beschmiert worden. Die Täter waren zunächst unbekannt. Allerdings wurde ein Zusammenhang mit dem Hamas-Überfall auf Israel vermutet. In einem in der Nähe gefundenen Schreiben war von Blut die Rede, das im Gazastreifen und in Palästina vergossen werde.<BR /><BR /> Allemal war die Beseitigung des Protestes in Rot kein Leichtes. „Unsere Mitarbeiter haben es zwar versucht, doch da es keine wasserlösliche Farbe war, mussten wir eine Spezialfirma engagieren“, sagt Arnold Schuler, der damals die Funktion des Landtagspräsidenten bekleidete. Allemal hat der Landtag eine Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet. „Und der Täter wurde von den Ordnungshütern anhand der Videoaufnahmen ausgeforscht“, so Schuler. Es handelte sich um einen Mann aus Bozen. „Nicht mehr so jung, um von einem Lausbubenstreich zu reden“, so Vizepräsident Schuler.<BR /><BR />Es kam zu einem Strafverfahren, das sich nun schon lange hinzieht. Im September wäre die nächste Verhandlung vor Gericht gewesen, die aber aufgrund des Einsturzes des Gerichtsgebäudes sicher erneut vertagt wird. Und so hat das Landtagspräsidium (Angelo Gennaccaro, Arnold Schuler, Franz Locher, Harald Stauder, Maria Elisabeth Rieder) gestern einem außergerichtlichen Vergleich über 6.500 Euro zugestimmt. „Damit ist nicht nur die Spezialfirma abgedeckt, sondern auch einiges an Eigenleistung – und die Sache ist abgeschlossen“, so Schuler. Für den Mann kämen auch noch seine Anwaltspesen dazu.<BR /><BR />Schuler spricht von einem Signal. Die öffentliche Hand dürfte bei Schmierereien nicht auf ihrem Schaden sitzen bleiben. „Diese werden nicht akzeptiert und zur Anzeige gebracht“, betont Schuler.