Dienstag, 30. Juni 2015

Nach Flüchtlingsdrama mit 800 Toten: erste Leichen geborgen

Bei der Bergung des Wracks eines am 18. April im Mittelmeer gesunkenen Flüchtlingsbootes, in dem über 800 Menschen ums Leben gekommen waren, sind die Leichen von acht Migranten geborgen worden.

800 Flüchtlinge waren bei dem Untergang getötet worden.
800 Flüchtlinge waren bei dem Untergang getötet worden. - Foto: © LaPresse

Die Bergung erfolgt unter der Leitung der italienischen Marine, berichteten italienische Medien am Dienstag. Die Leichen wurden mit Hilfe eines Untersee-Roboters geborgen.

Der Einsatz wird in den nächsten Tagen fortgesetzt, die Wetterbedingungen seien dafür optimal, teilte die Marine mit. Das Flüchtlingsboot war bei einem der schlimmsten Unglücke dieser Art im Mittelmeer gekentert. Nur etwa 24 Leichen waren nach dem Unglück geborgen worden, 28 Menschen überlebten die Katastrophe.

Die Bergungsaktion vor der libyschen Küste soll nach Angaben des italienischen Regierungschefs Matteo Renzi bis zu 17,5 Millionen Euro kosten. Mehrere Flüchtlinge waren unter Deck eingesperrt. Andere Leichen wurden im Wrack und auf dem niedrigsten Deck lokalisiert.

Der Kutter sei schwer beschädigt.

dpa

stol