Montag, 17. August 2015

Nach Kostners Auftritten: Ermittlungen aufgenommen

Die Anti-Doping-Abteilung des Italienischen Olympiakomitees (Coni) macht ihre Drohung wahr: Sie hat am Montag Ermittlungen zu den umstrittenen Auftritten Carolina Kostners am Mariä-Himmelfahrt-Wochenende aufgenommen.

Der Coni hat gegen Carolina Kostner erneut Ermittlungen aufgenommen - Archivbild
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Der Coni hat gegen Carolina Kostner erneut Ermittlungen aufgenommen - Archivbild

Dreimal ist die Grödner Eiskunstläuferin in der vergangenen Woche aufgetreten: In Corvara, Pinzolo und Asiago, zuletzt vor 2800 Zuschauern, verzauberte Carolina Kostner ihr Publikum im Rahmen der Italian Summer Tour. In Asiago saßen - wohl auch als Solidaritätsbekundung - unter anderem Bürgermeister Roberto Rigoni Stern und Eissportverbandspräsident Andrea Gios im Publikum.

Die Auftritte Carolinas waren deshalb umstritten, da sie eigentlich noch immer für Verwicklungen im Dopingskandal rund um Exfreund Alex Schwazer gesperrt ist.

Immer wieder betonte die Sportgruppe der Gefängnispolizei "Fiamme Azzurre", Kostner sei lediglich für Wettbewerbe und Veranstaltungen gesperrt, die in Zusammenhang mit dem Coni stehen würden. Dies treffe jedoch auf die jüngsten Auftritte nicht zu.

Ob das Italienische Olympiakomitee das genauso sieht, bleibt abzuwarten. Am Montag wurden - wie angekündigt - neue Ermittlungen aufgenommen. Wie die Zeitung "Gazzetta dello Sport" berichtet, könnte die 16-monatige Sperre der Grödnerin, die im Jänner in Kraft getreten ist, wieder von Neuem beginnen.

stol/liz

stol