Mittwoch, 13. Oktober 2021

Nach langen Ermittlungen: Carabinieri zerschlagen Netzwerk für Drogenhandel

Monatelange Ermittlungen in ganz Italien sind nun von Erfolg gekrönt: Die Carabinieri konnten am heutigen Mittwoch ein Netzwerk für den Handel von Marihuana zerschlagen.

Mit vereinten Kräften konnten die Carabinieri ein Drogennetzwerk aufdecken.
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Mit vereinten Kräften konnten die Carabinieri ein Drogennetzwerk aufdecken. - Foto: © shutterstock
Die Carabinieri von Trient haben am heutigen Mittwoch in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden der Provinzen Bozen, Rom, Mantua, Verona, Vicenza und Treviso 16 Personen vorläufig festgenommen. Die besagten 16 Personen, 13 Nigerianer, 2 Italiener und ein Albaner, sollen Teil einer kriminellen Vereinigung sein, die mit Marihuana gehandelt hatte.

Die Festnahmen am heutigen Mittwoch sind das Ergebnis der Ermittlungen, die zwischen Oktober 2019 und Dezember 2020 von den Carabinieri von Trient unter der Leitung der Bezirksdirektion für Mafiabekämpfung durchgeführt wurden. Das Ziel war ein vermeintliches Drogenhandelsnetz zu identifizieren und zu zerschlagen.

Die Carabinieri, die bei den Ermittlungen auch Abhörmaßnahmen einsetzten, fanden ein regelrechtes „nationales Sortierzentrum“, das von mehreren Italienern in Rom betrieben wurde. Mit Hilfe einer nigerianischen Organisation wurden dort täglich mehrere Dutzend Kilogramm Marihuana, die aus Albanien über den Kanal von Otranto nach Italien gelangt waren, nach Trient, Bozen und Triest geliefert.

Die Ermittler beobachteten, wie die Drogen von nigerianischen Kurieren in Hochgeschwindigkeitszügen nach Trient transportiert wurden. Dafür wurden die Drogen in mehrere Lagen mit Menthol imprägniertem Zellophan eingewickelt, um den typischen Geruch zu verbergen und sich den Kontrollen zu entziehen.

Durch eine lange und akribische Beobachtungs-, Analyse- und Überprüfungsarbeit konnten die Carabinieri die Bewegungen der Mitglieder dokumentieren und die interne Hierarchie der Vereinigung, sowie die Methoden der Kontrolle des Drogenvertriebs erfassen. Dabei wurde auch die Organisationsstruktur ersichtlich, womit der Schutz der einzelnen Mitglieder gewährleistet werden konnte - sowohl in juristischer Sicht, als auch zur Verteidigung gegen konkurrierende kriminelle Gruppen.

Das Drogennetzwerk war derart weit verbreitet, dass nicht nur in den Provinzen Triest und Rom, sondern auch in Lecce, Mantua, Piacenza, Treviso, Verona und Vicenza ermittelt wurde, wobei 21 Personen verhaftet werden konnten. Gegen weitere 9 Personen wurde ein Aufenthaltsverbot in ihren Heimatsgebieten verhängt und 16 Kilogramm Marihuana beschlagnahmt, das für die Versorgung der Märkte in Trient bestimmt war.

Schlussendlich wurden weitere 31 Verdächtige kontrolliert, wobei weitere 604 Kilogramm Marihuana und 17 Kilogramm Haschisch beschlagnahmt werden konnten.

stol