Dienstag, 08. August 2017

Nach Lawinenkatastrophe: Brand in Farindola

Sechs Monate nach dem Lawinenabgang am mittelitalienischen Gran-Sasso-Massiv, der das Hotel Rigopiano verschüttet und 29 Menschen das Leben gekostet hatte, hat es in der Gemeinde Farindola einen schweren Brand gegeben. Dies berichteten italienische Medien am Dienstag.

Das Lawinenunglück in Farindola, bei dem das Hotel Rigopiano verschüttet wurde, ist vielen noch in furchtbarer Erinnerung.
Das Lawinenunglück in Farindola, bei dem das Hotel Rigopiano verschüttet wurde, ist vielen noch in furchtbarer Erinnerung. - Foto: © APA/AFP

Das Feuer entwickelte sich in der Nähe des Ortes, in dessen Nähe im Jänner eine Lawine niedergegangen war. Eine Maschine der Canadair und Hubschrauber waren am Dienstag im Einsatz, um die Flammen zu löschen. Feuer loderten auch auf der Hochebene Campo Imperatore am Gran-Sasso-Massiv, dem höchsten Gebirge des Apennins. Seit Wochen toben in Mittel- und Süditalien schwere Brände, die Behörden vermuteten Brandstifter hinter den Feuern.

Am 18. Jänner des heurigen Jahres erschütterten vier Erdstöße der Magnituden 5 bis 5,5 mit Epizentrum in Montereale unweit der Abruzzen-Hauptstadt L' Aquila die Erde.

Die Erdbebenserie löste eine Lawine am Gran-Sasso-Massiv aus, die bei Farindola das Vier-Sterne-Hotel Rigopiano auf 1.200 Metern Höhe verschüttete. Dabei kamen 29 Menschen ums Leben. Elf Menschen überlebten das Unglück.

Zwei Personen hatten sich im Freien aufgehalten, als die gewaltige Lawine über dem Hotel niederging, und Hilfe gerufen. Neun Menschen – darunter vier Kinder – wurden aus den Trümmern befreit.

apa

stol