Cocco stammte aus Fara San Martino, einem Bergdorf in den Abruzzen. Dort war er vor allem als leidenschaftlicher Wanderer und Kletterer bekannt. Seine Tour nach Nepal plante er gemeinsam mit seinem engen Freund, dem Biologen Marco Di Marcello (37). Von ihm fehlt bis heute jede Spur – ebenso wie von Markus Kirchler und weiteren Verschütteten. Die Suche auf über 5.600 Metern Höhe musste aufgrund schwierigster Bedingungen abgebrochen werden. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/lawinentragoedie-am-yalung-ri-auch-sherpas-muessen-suche-aufgeben" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(STOL hat berichtet)</a><h3><div class="img-embed"><embed id="1243437_image" /></div> <BR /><BR />Anteilnahme über die Dorfgrenzen hinaus</h3>Dass Paolo weit mehr war als nur ein erfahrener Alpinist, zeigt sich in den zahlreichen Wortmeldungen, die in den Tagen nach dem Unglück das Netz füllten. Auf der offiziellen Dorfseite hieß es etwa: <BR /><BR />„Es wird niemals genug Tränen geben, um einen so wundervollen Menschen wie Paolo zu beweinen. Was auch immer er sich vornahm – er tat es stets mit einem Lächeln, mit Großzügigkeit und der Fähigkeit, die wir alle an ihm so bewunderten. Paolo war ein freier Geist, immer für alle da. Er war ein Mensch für große Projekte, die er mit Hingabe umgesetzt hat. Fara hat gehofft, dein Lächeln bald wiederzusehen. Jetzt hoffen wir, dass die Erinnerungen uns tragen, so wie dich die Berge getragen haben. Paolo ist nun den Sternen näher – jenen Sternen, die er in seinen Expeditionen als „Träumer“ immer ein Stück näher rücken wollte. Jetzt ist es Zeit, sich hinzusetzen und auszuruhen. Du bist bis ganz nach oben geklettert. Ciao Paolo, Fara San Martino umarmt dich“.<h3> „Nicht für den Gipfel geh’ ich, sondern für das, was ich unterwegs lerne“</h3>Häufig geteilt wurde zudem ein Beitrag, in dem Cocco wenige Stunden vor dem Aufbruch selbst zu sehen war – Rucksack geschultert, auf einem Platz im Abendlicht. Darunter seine Worte: „Nicht für den Gipfel geh’ ich, sondern für das, was ich unterwegs lerne.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1243440_image" /></div> <BR /><BR />Der Bürgermeister von Fara San Martino, Antonio Tavani, war ein guter Freund Paolos und gemeinsam mit Paolos Mutter nach Nepal gereist, um die Rückführung zu organisieren. Kurz vor seiner Abreise veröffentlichte er auf Social Media folgende Zeilen, die viel zu Tränen rührten: „Ich möchte mich an dich erinnern mit deinen eigenen Worten vom Abend vor dem Aufbruch, mein kleiner Bruder: Die Aufregung wächst, jeder Gedanke ist schon dort oben. Bald fliegen wir nach Nepal, ins Rolwaling-Tal, um uns am Dolma Khang (6.332 m) zu versuchen. Es ist nicht nur eine Expedition. Es ist eine Reise der Begegnungen – Bilder, Berge, Menschen. Ein gemeinsamer Weg unter demselben Himmel, auf dem jeder Blick und jede Geste uns daran erinnert, wie nah wir einander sind, selbst wenn wir aus unterschiedlichsten Welten stammen. Danke an alle, die uns unterstützen und an den Wert dieses Weges glauben.“ (Paolo Cocco)<BR /><h3> Paolos Asche kehrt nach Hause zurück</h3>Am Donnerstag trifft Paolo Coccos Asche in Italien ein. Am Samstag, 29. November, wird die Urne im Gemeindesaal von 10 bis 20 Uhr aufgebahrt. Um 18.30 Uhr findet eine öffentliche Gedenkfeier statt.<BR />Am Sonntag, 30. November, um 15 Uhr folgt schließlich die Trauerfeier in der Kirche San Remigio, wo sich das Dorf ein letztes Mal um die Familie scharen wird.<BR /><BR />Der letzte Gruß, den Paolos Familie für den Abschied gewählt hat:<BR />„Paolo ora voli libero nel cielo“ – „Paolo, jetzt fliegst du frei im Himmel.“