Der 63-jährige Lothar Sowada war allein auf einem abgelegenen Steig unterwegs, als sich seine Spur verlor. Er stammte aus Hannover, lebte jedoch seit Jahren in Berlin.<BR /><BR />Eine Suchmannschaft der Finanzpolizei entdeckte den Leichnam schließlich unterhalb eines steilen Felsabbruchs. Dort endet ein schwarz markierter Pfad abrupt - zerstört durch einen Erdrutsch. Nach ersten Erkenntnissen wollte der Wanderer offenbar die abgerutschte Strecke überwinden. In dem extrem unwegsamen Gelände verlor er vermutlich den Halt und stürzte mehrere Dutzend Meter in die Tiefe. Die Verletzungen waren tödlich.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1317009_image" /></div> <BR /><BR />Der Steig verband früher die Berghütte Val di Zea mit dem Biwak Pasteur. Heute ist der Abschnitt wegen der Erdrutschgefahr gesperrt. <BR />Die Bergung entwickelte sich zu einem durchaus schwierigen Einsatz. <BR />Neben einem Hubschrauber der Feuerwehr aus Venedig war der regionale Rettungshubschrauber im Einsatz. Erst nach mehreren Anflügen konnten drei Retter per Seilwinde abgesetzt werden, um den Toten zu bergen. <BR />Die Leiche wurde ins Tal überführt und soll jetzt nach Berlin überführt werden.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1317006_image" /></div> <BR /><BR />Alarm geschlagen hatte die Begleiterin des 63-Jährigen. Beide hatten zuvor gemeinsam in einem Biwak übernachtet, trennten sich dann jedoch während der Wanderung. Die Frau entschied sich zur Umkehr ins Tal, weil der Weg für sie zu anstrengend war, während der Mann die Route allein fortsetzen wollte. Verabredet waren beide später an einer Unterkunft in Prescudin, von wo aus sie gemeinsam nach Deutschland zurückfahren wollten. Als der Wanderer dort nicht erschien, verständigte die Frau die Rettungskräfte.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1317018_image" /></div> <BR /><BR />Bereits am Sonntagabend begannen erste Suchflüge mit dem regionalen Rettungshubschrauber. Zwei Einsatzkräfte stiegen zu Fuß zum unwegsamen Gelände auf. Auch eine groß angelegte Suchaktion am frühen Dienstagmorgen blieb zunächst erfolglos - bis die Retter den Vermissten schließlich am späten Mittwochnachmittag entdeckten. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1317012_image" /></div> <BR /><BR />„Die Suchaktion hat sofort begonnen, sowohl mit erfahrenen Bergsteigern, als auch mit Rettungshubschraubern. Leider kam für den Mann jede Hilfe zu spät. Das Gebiet, in dem er ausgerutscht ist, ist durchaus steil“, berichtete eine Sprecherin der alpinen Bergrettung Friauls gegenüber unserer Redaktion.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1317015_image" /></div> <BR /><BR />Die Berge oberhalb von Barcis gelten als anspruchsvolles und teils nur schwer zugängliches alpines Gelände. Die Region ist geprägt von steil aufragenden Kalkfelswänden, tief eingeschnittenen Tälern sowie ausgedehnten Buchen- und Nadelwäldern. Hinzu kommen ausgeprägte Karstformationen mit zerklüftetem Gestein, Spalten und Höhlen, die das Gelände besonders unübersichtlich und in Teilen gefährlich machen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1317021_image" /></div> <BR /><BR />Viele der dort verlaufenden Routen sind schmale alpine Steige oder ehemalige Versorgungswege zu Biwaks und Schutzhütten. Die häufig gefährlichen Strecken erfordern Trittsicherheit, alpine Erfahrung und gute Orientierung, insbesondere bei wechselnden Wetterbedingungen.