Zuvor hatte er bereits zwei Selbstverletzungsversuche unternommen - zunächst nach seiner Festnahme in einer Kaserne und später im Gefängnis Poggioreale. Wegen der Gefahr weiterer Selbstverletzungen war er schließlich in die psychiatrische Abteilung des Krankenhauses verlegt worden.<BR /><BR />Der in Jus promovierte M., der in der Vergangenheit mehrmals unter psychischen Problemen gelitten hatte, war am vergangenen Donnerstag festgenommen worden, nachdem er eine 32-jährige Strafverteidigerin in einem Bus mit mehreren Messerstichen angegriffen hatte. Die Frau, die den Täter nicht kannte, wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht, ihr Zustand soll sich inzwischen verbessert haben. Am Montagvormittag hatte ein Ermittlungsrichter seine Festnahme bestätigt und gleichzeitig die Untersuchungshaft angeordnet. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1286610_image" /></div> <BR /><BR />Während der Anhörung zeigte M. deutliche Verwirrung: Mal wirkte er klar und bei Bewusstsein, dann wieder orientierungslos. Er berichtete von einem „Gedächtnisleck“ über die Momente des Angriffes im Bus. Vor den Carabinieri versuchte er, seinen Angriff zu erklären: Er habe eine Liebesbetrugsaffäre mit einer Prostituierten erlebt und sei wütend auf alle Frauen gewesen. Die Anwältin habe er zufällig ausgewählt; sie war ihm unbekannt. Mit seiner Tat wollte er die Aufmerksamkeit des neapolitanischen Oberstaatsanwalts Nicola Gratteri auf sich ziehen. Er gab auch an, er habe die Prostituierte bei der Polizeistation anzeigen wollen, sei jedoch auf geschlossene Büros gestoßen.<BR /><BR />In der psychiatrischen Abteilung des Krankenhauses, in die man ihn wegen mehrfacher Selbstverletzungsversuche verlegte, wurde M. rund um die Uhr überwacht. Dennoch gelang ihm am Montagabend gegen 21.40 Uhr der Suizid.<h3> Hier bekommen Sie Hilfe!</h3>Sie denken an Suizid, machen sich um jemanden Sorgen oder haben einen Menschen aufgrund eines Suizidtodesfalls verloren? Hier finden Sie Erste-Hilfe-Tipps, Notfallkontakte und Hilfsangebote sowie weiterführende Informationen zur Bewältigung dieser Notsituation.<BR /><BR /><b>Hilfsangebot und Anlaufstellen in Südtirol</b><BR /><BR />Im akuten Notfall: Notrufnummer 112<BR /><BR />Bei psychischer Belastung:<BR /><BR />- Psychologisches Krisentelefon 24/7: Grüne Nummer 800 101 800 (richtet sich sich hauptsächlich an Menschen in existenziellen Krisensituationen) zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar<BR /><BR />- Für jungen Menschen: Young+Direct: Montag bis Freitag (14:30 - 19:30 Uhr) telefonisch erreichbar unter 0471 155 1 551 - zu den gleichen Zeiten auch per WhatsApp Chat : 345 0817 056 - oder per Mail: online@young-direct.it<BR /><BR />- Psychologische Dienste (zu Bürozeiten)<BR />Bozen: 0471 435001<BR />Meran: 0473 251960<BR />Bruneck: 0474 586220<BR />Brixen: 0472 813100<BR /><BR />- Caritas Telefonseelsorge<BR />Telefon: 0471 052 052 (rund um die Uhr)<BR />www.telefonseelsorge.bz.it<BR />Mailberatung: rund um die Uhr<BR />Chatraum: Mo bis Do von 18 bis 21 Uhr<BR /><BR />- Erste Hilfe im Krankenhaus (Bozen, Meran, Brixen und Bruneck) : Psychiatrischer Bereitschaftsdienst rund um die Uhr<BR /><BR />- Weitere Anlaufstellen für betroffene Menschen und Angehörige:<BR />www.suizid-praevention.it & www.dubistnichtallein.it